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Usedom Neuerliche Enttäuschung für Bürgerinitiative
Vorpommern Usedom Neuerliche Enttäuschung für Bürgerinitiative
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00:01 26.05.2016
Die Notfallversorgung in der Region ist nach Auffassung der Linken für Kinder und Schwangere in Wolgast nicht sicher. Quelle: Tilo Wallrodt

Die Hoffnung der Pro-Krankenhaus-Kräfte auf ein Umdenken der Regierungsparteien von MV hat sich ein weiteres Mal zerschlagen. Einen Antrag der Linken und der Bündnisgrünen zur Wiedereröffnung der geschlossenen Abteilungen an der Wolgaster Klinik haben die Vertreter von SPD und CDU gestern im Sozialausschuss des Landtages abgelehnt.

Dazu sagte der sozialpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin: „Wir haben gefordert, dass die Landesregierung ihre Entscheidung zurücknehmen und unverzüglich einen Plan für die regionale Notfallversorgung entwickeln soll.“ Es habe fehlerhafte Grundannahmen zu den Behandlungszahlen und der demografischen Entwicklung gegeben. Darüber hinaus gebe es seit der Schließung der Gynäkologie/Geburtshilfe und der Kinderheilkunde keine wohnortnahe Versorgung mehr. Ein Umstand, der in der Region Wolgast/Usedom immer wieder lautstark kritisiert und zum Anlass für Demonstrationen und Mahnwachen genommen werde. Dennoch zeigt sich das Regierungslager den Forderungen der Bewohner des Nordostens gegenüber ignorant.

Koplin weiter: „Die Wegezeiten werden deutlich länger, und Schwangere dürfen nicht mit dem Helikopter befördert werden.“ Im Übrigen kritisiere die Linke, dass der von ihr genannte Experte Dr. Foest vor dem Ausschuss auf Anweisung der Leitung des Kreiskrankenhauses Wolgast seine Stellungnahme nicht abgeben durfte. „Die Notfallversorgung für Frauen, Schwangere und Eltern mit kranken Kindern ist in der Region keineswegs gesichert.“

St. Adler

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