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Usedom Neues Futter für Karlshagener Leseratten
Vorpommern Usedom Neues Futter für Karlshagener Leseratten
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03:31 11.09.2013

Auch für Marie von Ebner-Eschenbach (1830 bis 1916) war das Lesen ein Wunder, ohne das sich die Schriftstellerin einfach kein sinnvolles Leben vorstellen konnte. Und so stand ihr Text „Lesen ist ein Wunder“, vorgetragen vom Zehntklässler Jonas Poganatz, auch nicht von ungefähr am Beginn einer Feierstunde an der Karlshagener Heinrich-Heine-Schule. An 47 Schülerinnen und Schüler der drei fünften Klassen wurden gestern im Rahmen des Projekts „Lesen macht stark“ Mappen mit Material übergeben, das den Mädchen und Jungen helfen soll, zu sicheren Lesern zu werden. Die Lesemappe soll dabei ein wichtiges Instrument sein, Lesetipps und Lernhilfen vermitteln, Anregungen zum Sammeln von Texten geben.

Für eine zünftige Einstimmung auf dieses Ereignis hatte zuvor Kunsterzieherin Antje Niendorf gesorgt. Mit ihrem Streifzug durch die Geschichte des Buches, bereichert mit verschiedenen Kuriositäten, brachte sie mehr als einmal nicht nur die Mädchen und Jungen zum Staunen, sondern verhalf auch ihren erwachsenen Zuhörern zu wiederholten „Aha-Effekten“. Dass zum Beispiel das größte Buch der Welt aufgeschlagen 6,84 Meter breit ist, dass das kleinste Buch dagegen gerade mal 2,4 mal 2,9 Millimeter misst oder dass das älteste Buch der Welt schon vor gut 4000 Jahren entstanden ist, dürfte ja auch nicht gerade zum alltäglichen Wissensstand gehören. Antje Niendorfs Vortrag war zudem mit einer Vielzahl weiterer interessanter und zugleich lehrreicher Informationen aus der Welt des Lesens gespickt.

Erst im vergangenen Schuljahr wurde Hannah Uehlinger Jahrgangsbeste der 6. Klassen im Vorlesewettbewerb des Kreises Vorpommern-Greifswald. Hannah, in diesem Jahr zudem zur Kinder-Kurdirektorin ihres Heimatortes Karlshagen gekürt, lernt inzwischen am Wolgaster Runge-Gymnasium. Von dort „ausgeliehen“, berichtete sie ihren ehemaligen Mitschülern, was sie wo und wann am liebsten liest, was ihr das Lesen bedeutet: „Es entführt mich in fremde Welten, hilft mir aber auch, andere Menschen besser zu verstehen“, verriet sie mit leuchtenden Augen und unübersehbarer Begeisterung.

All das stimmte die Runde denn auch bestens darauf ein, dass Heidrun Pietruschka aus dem Schweriner Bildungsministerium stellvertretend für alle 47 Schülerinnen und Schüler den drei Klassensprechern je eine „Lesen macht stark“-Mappe überreichte und dass dann alle anderen Mädchen und Jungen von ihren Klassenleiterinnen die Dokumentensammlung erhielten.

Dietrich Butenschön

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