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00:01 23.03.2017
Das Erich-Steinfurth-Heim ist ein Sorgenkind der Gemeinde. Nun sollen dort unter anderem Apartments entstehen. Quelle: Foto: Hannes Ewert

Jetzt also wirklich: Im Herbst dieses Jahres sollen die Sanierungsarbeiten am Zinnowitzer Kulturhaus beginnen. Laut Bürgermeister Peter Usemann (UWG) gibt es sogar schon einen Eröffnungstermin für das 23 Millionen Euro teure Projekt: Oktober 2019. Dann sollen die rund 70 Wohnungen in dem historischen Komplex an ihre Mieter übergeben werden. Die Ostsee Residenz Zinnowitz GmbH will das traditionsreiche Kulturhaus zu einer Luxuswohnanlage mit eigenem Spa-Bereich umbauen.

„„Wir sind guter Hoffnung für das Kulturhaus. Laut Architekt Uwe Seidel soll es in diesem Herbst endlich losgehen.“ Peter Usemann, Bürgermeister

Viel Leerstand

Seit 1991 gab es mehrere Interessenten für das Steinfurth- Heim, die jedoch aufgrund der Herausforderungen an der denkmalgerechten Sanierung von ihrem Plan Abstand nahmen.

Bis zu diesem Zeitpunkt wurde es als Hotel und Sanatorium genutzt.

Die jetzigen Bewohner, die Fledermäuse und Co., sitzen sprichwörtlich auf gepackten Koffern und warten auf ihre Verlegung in ein neues Ausweichquartier nach Peenemünde. Der Umzug ist allerdings nach Aussage aus dem Nordamt noch in der Planung. Eine entsprechende Unterkunft ist beauftragt.

Das Kulturhaus, in dem zu DDR-Zeiten viele Veranstaltungen gefeiert wurden, ist nicht die einzige ruinöse Baustelle der Gemeinde, die den Vertretern seit vielen Jahren Sorgenfalten auf die Stirn treiben. In der Gemeindevertretung fassten die Mitglieder am Dienstagabend den Beschluss für die Aufstellung des B-Planes Nr. 6 „Das Belvedere Zinnowitz“.

Auf dem 4,6 Hektar großen Areal auf dem Glienberg sollen 126 Dauerwohnungen und ein Apartment-Resort entstehen. Investor ist die Gesellschaft für Projekt- und Quartiersentwicklung (GPQ) aus Dortmund. Nach Angaben von Bürgermeister Usemann will das Unternehmen rund 60 Millionen Euro in die Anlage investieren. Am Ende sollen barrierefreie Wohnungen für Senioren und Angestellte von Hotels entstehen.

Wolfgang Gehrke, Vorsitzender des Zinnowitzer Bauausschusses, stellte die konkreten Pläne vor. „Geplant ist auch ein gastronomischer Teil, ein Friseur, ein Bäcker und ein zweigeschossiges Parkhaus mit einer Begrünung“, sagt er. In einem Apartment-Resort sollen außerdem 17 Einheiten mit 60 Betten entstehen.

Mehr als 26 Jahre fristete das Erich-Steinfurth-Heim ein trauriges Dasein. Nach der Schließung des Hauses als Kindersanatorium Anfang der 1990er Jahre wurde es dem Verfall überlassen. Immer wieder gab es Investoren, die aus der Ruine auf dem Glienberg etwas Schönes gestalten wollten. Doch immer wieder scheiterten die Vorhaben.

Heute trifft sich Bürgermeister Peter Usemann mit den Investoren zu Gesprächen. „Im Vordergrund steht allerdings nicht das Steinfurth-Heim, sondern die Seebrücke. Wir suchen nach Partnern, die uns in der Sache unterstützen. Unser langerklärtes Ziel ist es, die Seebrücke zu erneuern“, sagt Usemann.

In der Gemeindevertretung waren sich die Mitglieder darüber einig, dass der B-Plan beschlossen wird. Der Investor, die GPQ aus Dortmund, war auf OZ-Nachfrage nicht auskunftsfähig zu dem Bauprojekt.

Hannes Ewert

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