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Neues Löschfahrzeug für 2017/18 in Aussicht gestellt

Peenemünde Neues Löschfahrzeug für 2017/18 in Aussicht gestellt

Peenemünder und Gäste feierten am Wochenende den 20. Jahrestag der Wiedergründung der Feuerwehr

Peenemünde. Nach den wenigen Informationen zum Brandschutz in Peenemünde, die den 2. Weltkrieg überdauert haben, wird 1861 ein Spritzenhaus erwähnt, zwei Jahre später hat die Pommersche Feuersozietät einen Spritzenwagen finanziert. Darüber hinaus gibt es weder Kenntnis über das Gründungsdatum einer Feuerwehr in Peenemünde noch über ihren weiteren Werdegang. Mitte der 1930er Jahre, mit der Errichtung der Heeres- und der Luftwaffen-Versuchsanstalt, übernahm ohnehin die Wehrmacht den Brandschutz, nach 1945 die Kasernierte Volkspolizei und später die Nationale Volksarmee. Erst 1996, als auch die Ära der Bundeswehr in Peenemünde zu Ende gegangen war, stand das Problem wieder auf der Agenda.

Als am Sonnabend mit den Partnerwehren des Amtes Usedom-Nord sowie aus Zempin und Lubmin, aber auch mit zahlreichen anderen Gästen die 20. Wiederkehr der Neugründung der Freiwilligen Feuerwehr Peenemünde gefeiert wurde, erinnerte Wehrführer Eberhard Lehmann an diese wenigen historischen Fakten. Doch vor allem ging er auf die Aufgaben ein, die vor den ehrenamtlichen Brandschützern im Inselnorden stehen. Die mit dem Konzept „Peenemünde 2020“ begonnene Entwicklung des Ortes stelle auch an den Schutz von Leben, Gesundheit, Hab und Gut von Einwohnern und Urlaubern weit höhere Anforderungen, als sie derzeit die 19 Peenemünder Kameradinnen und Kameraden bei 245 Einwohnern zu erfüllen hätten. So sind, wie beim Jubiläumsappell die Peenemünder stellvertretende Bürgermeisterin Anke Teßnow mitteilte, die Planungen für ein neues Gerätehaus abgeschlossen, und man hoffe, es 2017 oder spätestens 2018 errichten zu können. In dieser Zeit will die Gemeinde auch das derzeitige Löschfahrzeug, einen W 50 von 1989, durch ein modernes Löschgruppenfahrzeug ersetzen. 300 000 Euro seien dafür für 2018 eingeplant.

Lehmann dankte der Apollo-Reederei, dem Back- und Angelshop sowie der Halbinsel-Betriebsgesellschaft. Diese Unternehmen hätten durch die Einstellung von Feuerwehrleuten sowie deren problemlose Freistellung im Ernstfall wesentlich zu einer besseren Einsatzbereitschaft der Wehr beigetragen. Das Historisch-Technische Museum als größter Arbeitgeber des Ortes dagegen habe bisher keinem Kameraden eine Beschäftigung geboten. Aus den Händen von Kreis-Brandmeister Marko Stange gab es Auszeichnunge: Eberhard Lehmann für 25-jährigen Dienst in der Feuerwehr, Marco Labahn, Frank-Adolf Krüger und Michael Csisko für zehnjährige Zugehörigkeit.

Dieter Butenschön

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