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Usedom Opernale entführt in die Londoner Unterwelt
Vorpommern Usedom Opernale entführt in die Londoner Unterwelt
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00:00 17.07.2013
Greifswald

Die „Promotiontour“ im vergangenen Jahr war schon ein voller Erfolg. Knapp 1000 Besucher sahen die „Bettler-Damen“ bei ihrem Streifzug durch Vorpommern. Doch das Programm war nur ein kleiner Vorgeschmack: Mit der „Opernale 2013“ erwartet Kunst- und Kulturliebhaber im August ein Spektakel der besonderen Art, verspricht Initiatorin Henriette Sehmsdorf.

Zwar stehe die musikalische Komödie „Die Bettleroper“ von John Gay und John Christopher Pepusch im Mittelpunkt der sieben Aufführungsabende. Doch romantische Diners, rustikale Picknicks, Konzerte, Aftershow-Partys und Schlosspark-Führungen, ja sogar eine kulturpolitische Podiumsdiskussion sollen das Event in der barocken Schloss- und Parkanlage umrahmen und für das Publikum zu einem unvergesslichen Erlebnis gestalten.

Die Proben für das Stück laufen seit vergangener Woche auf Hochtouren. „Mit 24 hochprofessionellen Künstlern“, versichert Regisseurin Sehmsdorf und schwärmt: „Wir haben ein wundervolles Ensemble, fast alles freischaffende Leute, die vielseitig einsetzbar sind.“ Lars Grünwoldt weiß, wovon sie spricht. Der Opern-, Konzert- und Liedsänger stellt im Stück Mr. Peachum dar. Ein einflussreicher Mann der Londoner Unterwelt, der erfahren hat, dass seine Tochter Polly mit dem Frauenliebling und Straßenräuber Macheath heimlich in den Stand der Ehe getreten ist. „Ich muss also sehr viel Schauspiel bedienen“, erklärt der Bassbariton und bezeichnet seine Rolle als „Herausforderung, die ich sehr genieße“. Als Zuschauer habe er 2012 die Opernale „lieben und schätzen gelernt“. Jetzt mitwirken und damit vor allem den Nachwuchs im Team unterstützen zu können, „finde ich großartig“, offenbart Lars Grünwoldt, der auch auf internationalem Parkett singt: Erst im Februar trat er in Franz Schuberts „Winterreise“ im Vatikan auf.

Dort war die Mezzosopranistin Amélie Saadia (25) alias Polly noch nicht zu Gast. Doch die gebürtige Französin und Absolventin der Universität der Künste Berlin „erhielt gerade ein Engagement in Heidelberg“, wertschätzt Henriette Sehmsdorf die Begabung der Sängerin, die Opernale-Besuchern kein Neuling ist. Auch Lea Fink, Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe und musikalische Leiterin der „Bettleroper“, mischt nicht zum ersten Mal mit. Sie gehörte 2011 mit ihrem Cembalo bereits beim Auftaktprogramm „Der Schauspieldirektor“ zum Opernale-Ensemble und wird jetzt am Klavier in der Griebenower Turmscheune zu hören sein. Über diese reizvolle Lokalität mit fantastischer Akustik freut sich Henriette Sehmsdorf ganz besonders. Passe das Gebäude mit seinem urigen Ambiente doch ganz hervorragend zum Stück, das 1720 in London spiele. „Ein wind- und wettergeschützter Raum für 360 Zuschauer, den Landwirt Michael Angres uns kostenfrei zur Verfügung stellt“, berichtet die Regisseurin dankbar.

Das Programm der Opernale 2013
Premiere feiert die musikalische Komödie „Die Bettleroper“ am 2. August, 19 Uhr, in der Schloss- und Parkanlage Griebenow. Aus diesem Anlass gibt es eine Ausstellungseröffnung. Wer mag, kann einer Stückeinführung beiwohnen (wie vor jeder Aufführung). Eine Aftershow-Party mit der Greifswalder Kultband „Krach“ beendet den Abend.

Weitere Aufführungen finden am 3., 4., 8., 9., 10. und 11. August in der Turmscheune statt. An den Sonnabenden werden zudem Parkführungen (17 Uhr), ein Romantisches Diner (21 Uhr) sowie ein Konzert (23 Uhr) angeboten. Die Sonntage beginnen mit

einem Picknick inklusive Kinderprogramm mit Instrumentenbau, Kutschfahrten u.a. (11-14 Uhr). Die Aufführung findet

anschließend jeweils um 15 Uhr statt.


Die Podiumsdiskussion „Die Kunst des

Bleibens — wie MV mit Kultur gewinnt“

beginnt am 10. August, 15 Uhr. Infos und Karten: www. opernale.de sowie an allen Theaterkassen und Tourismusinformationen

Petra Hase

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