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Usedom Ortseingang: Unzufriedenheit in Zinnowitz
Vorpommern Usedom Ortseingang: Unzufriedenheit in Zinnowitz
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17:46 29.11.2018
Thomas Nießen aus Bergen auf Rügen stellte am Dienstagabend den Entwurf für den Ortseingang vor. Quelle: Hannes Ewert
Zinnowitz

Wer auf der Bundesstraße durch Zinnowitz fährt, ahnt nicht die Schönheit des Ortskerns. Verfallene Ruinen aus längst vergangenen Tagen, viele Werbeschilder, Fahnen und Häuser dominieren das Ensemble. Dass sich die Ortseingänge verbessern sollen, schreiben sich die Gemeindevertreter und die Mitglieder diverser Ausschüsse schon seit vielen Jahren auf die Fahnen. Bislang passierte an der Straße nichts, doch nun soll es losgehen. Erstmalig wurde in der Gemeindevertretung öffentlich ein Entwurf präsentiert, der die Ausmaße zeigt. Doch am Ende war die Enttäuschung über das Gezeigte größer als die Vorfreude auf einen neuen Ortseingang.

„Wir versuchen, dass wir für diese Maßnahme Fördermittel vom Wirtschaftsministerium des Landes bekommen“, so Bürgermeister Peter Usemann. Doch daran sind auch einige bauliche Rahmenbedingungen gebunden. Zum Beispiel soll der Ortseingang touristisch geprägt sein. Dazu gehören Infotafeln, eine Toilette, Parkplätze und einen Ort zum Verweilen. Zum Beispiel eine Bank“, so Usemann. Der Bürgermeister könnte sich –genauso wie viele andere Abgeordnete – eine kleine Dünenlandschaft vorstellen. „Es soll etwas gezeigt werden, was den Ort ausmacht“, erklärt er.

Planer Thomas Nießen aus Bergen von der Insel Rügen stellte die seit 2016 entwickelten Varianten den Gästen und den Gemeindevertretern vor. Zunächst hieß es, dass die Zufahrt aus Wolgast kommend in der jetzigen Form bestehen soll –auf der einen Seite rein und hinten wieder raus. Doch nach dem Stand der vorhandenen Planung soll dies nicht so kommen. Es gebe nur eine einzige Zufahrt zum Parkplatz –im 90-Grad-Winkel rund um die Kurve. Im Innenbereich gibt es einen Wendehammer für die Autos und Parkplätze. In dem Atemzug müsste die jetzt zur Verfügung stehende Fläche vergrößert werden. Auf der Bundesstraße soll es eine Querungshilfe für Radfahrer. Alles –so heißt es – sei mit den gesetzlichen Richtlinien des Straßenbauamtes Neustrelitz konform.

Die Pläne sorgten für wenig Euphorie unter den Gemeindevertretern. Fazit: In der Hochsaison sei es schwierig, ohne Probleme die Zufahrt zu nutzen, wenn zeitgleich ein anderes Fahrzeug hinaus möchte und die Querungshilfe für Fußgänger könnte zusätzlichen Stau produzieren. Peter Usemann: „Sinn und Zweck dieser Sache ist nicht das umzusetzen, was das Straßenbauamt möchte, sondern wir“, stellte er klar.

Er erklärte, dass er gerne auf die Toilette verzichten würde, um nicht in den „Genuss“ der Fördermittel zu kommen. „Uns war wichtig, dass es schön und einladend aussieht“, erklärt er. Nach den bisherigen Planungen wäre es ihm lieber, die Gemeinde würde das Geld lieber selbst auf den Tisch legen, um sich den Ortseingang zu verschönern. „Bislang wurde die Einfahrt dazu unerlaubter Weise dazu genutzt, dass Lastwagen ihre Anhänger dort parkten. Das soll vorbei sein“, sagt er.

Nun wollen sich die Gemeinde, der Planer und das Straßenbauamt nochmal an einen Tisch setzen, um einen Plan zu schmieden.

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Hannes Ewert

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