Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Osterspaziergang auf der Millionen-Baustelle

Usedom Osterspaziergang auf der Millionen-Baustelle

Gäste besichtigen mit Bürgermeister Storrer den Usedomer Hafen

Voriger Artikel
Unfälle in Vorpommern: Verletzte und 140 000 Euro Schaden
Nächster Artikel
Nach den Verkehrstoten über Ostern will Caffier durchgreifen

Etwa 40 Teilnehmer folgten gestern Morgen der Einladung von Bürgermeister Jochen Storrer auf die Baustelle am Hafen.

Quelle: Fotos: Ingrid Nadler

Usedom. Wolfgang Heidmann fragt sich, warum es jetzt im Hafen nicht weitergeht. „Das Frühjahr geht ins Land und hier liegt alles still“, bemängelt der Usedomer. Der Rentner hatte sich gestern, wie rund 40 andere Einwohner und Gäste, auf den Weg ins künftige See-Center gemacht, wo Bürgermeister Jochen Storrer den Zuhörern keine Anwort schuldig blieb.

OZ-Bild

Gäste besichtigen mit Bürgermeister Storrer den Usedomer Hafen

Zur Bildergalerie

Neuer Rastplatz

Das Usedomer See- Center soll im Frühjahr 2019 fertig gestellt werden. Dann werden hier rund 16 Millionen Euro verbaut sein, von denen die Stadt Usedom 95 Prozent vom Land Meck-Pomm gefördert bekommt.

„Die Baufirma braucht zur Uferbefestigung 20 bis 30 Meter lange Stahlträger. Und die gibt es nunmal nicht im Baumarkt. Manche sagen, die kommen gar aus China, andere sagen Luxemburg. Mitte Mai soll es aber weitergehen.“

Die vielen Tonnen Kies, die auf dem Hafenvorplatz lagern, dienen der Setzung des Baugrundes. Die Firma „Colcrete von Essen“ hat Setzungspegel eingebracht, die 14-tägig überprüft werden.

Im Sommer soll das alte Hafenbecken mit eben diesem Kies verfüllt werden. Geplant ist hier später an ein Wasserspiel, in dem Kinder planschen können.

Die Zuhörer erfahren, dass da, wo frührer die Fischerhütten standen, ein Hafenmeistergebäude, eine kleine Slipanlage und drei Buden errichtet werden sollen, in denen sich Fischer etablieren können.

Auch eine museale Nutzung zur Präsentation maritimen Brauchtums ist im Gespräch.

Zum Ortsteil Paske soll ein Pontonsteg für Radfahrer und Fußgänger führen. Er wird gleichzeitig der Bootsanleger für 64 Gastlieger und auf der anderen Seite für 30 Dauerlieger sein. Da Letztgenannter von der Förderung ausgenommen ist, müssen die Liegeplätze von den Einheimischen erworben werden. Wie Storrer erklärt, sollen sich zwei Einheimische immer einen schwimmenden Anleger teilen. Preise könnten noch nicht genannt werden. Eine kleine Klappbrücke soll ihnen zu festen Öffnungszeiten den Durchlass ermöglichen.

Noch mit einem Fragezeichen versehen ist ein 60 Meter langer Steg für Fahrgastschiffe. „Das Projekt liegt fix und fertig in Schwerin. Um den sogenannten Fingersteg genehmigt zu bekommen, müssen wir aber den Bedarf nachweisen. Es gab zwar mehrere Anfragen, aber schriftlich haben wir das erst von der ’Weißen Düne’ und vom Fahrgastschiff-Unternehmen Hartmut Wolf aus Ückeritz. Wir brauchen noch weitere verbindliche Zusagen“, erklärt Jochen Storrer.

Wichtig ist den Usedomern und ihren Gästen die Gastronomie im künftigen See-Center. So äußerten sich gestern unter anderem die Berliner Stammurlauber Helga und Peter Zeidler hoffnungsvoll: „Hier muss man richtig schön sitzen können und Fisch essen.“ Die Gastronomie soll laut Bürgermeister so schnell wie möglich ausgeschrieben werden. Silvio Beyer findet, dass eine Pension mit 25 Zimmern ideal wäre, damit Busreisende hier unterkommen können. Das wird bestimmt gut angenommen.“

Bleibt noch die Frage, was die Naturschützer zu dem Bauvorhaben an so einem Ort sagen. „Wir kooperieren bisher sehr gut miteinander“, betont Storrer. Kooperation heißt zum Beispiel, dass die Fischotter im See zwischen Hechtgraben und Welzin eine Insel bekommen haben. Kooperation heißt ferner, dass die Umgehungsstraße einen Schlenker um drei Weiden macht, weil die knorrigen Bäume als Biotop eingetragen worden sind. Und schließlich heißt Kooperation auch, dass die B 110 an zwei Stellen für Otterdurchlässe durchörtert werden muss – für 100 000 Euro.

Ingrid Nadler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Usedom
Verlagshaus Zinnowitz

Neue Strandstraße 31
17454 Ostseebad Zinnowitz

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. von 10:00 bis 17:00

Leiter Lokalredaktion: Dr. Steffen Adler
Telefon: 03 83 77 / 36 10 14
E-Mail: zinnowitz@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist