Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Pädagogen streiken auf Usedom: Hunderte Schüler haben frei
Vorpommern Usedom Pädagogen streiken auf Usedom: Hunderte Schüler haben frei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:02 27.03.2015
47 Lehrer beteiligten sich gestern Vormittag am Streik in Ahlbeck. Sie kamen aus Koserow, Karlshagen, Ückeritz und Ahlbeck. Quelle: Fotos: Hannes Ewert

Sie tragen Schilder mit großen Aufschriften vor sich her, die Trillerpfeife stets im Mund und die lautstarke Rassel in der Hand. Knapp 50 Usedomer Lehrer waren gestern Vormittag für den Streik des öffentlichen Dienstes gewappnet. In vielen Klassen fiel der Unterricht ersatzlos aus. An der Europäischen Gesamtschule (EGS) Ahlbeck waren vom Lehrerstreik etwa 400 Schüler betroffen. Einzig die Abschlussklassen 10 und 12 wurden unterrichtet. Der Rest hatte einen freien Tag zu Hause.

„Wir fordern keine Betriebsrentenkürzungen. Das ist unser Hauptanliegen“, sagt Regine Köhlert mit Nachdruck. Die 50-jährige Lehrerin für die Fächer Arbeit-Wirtschaft-Technik und Informatik an der EGS Ahlbeck engagiert sich in der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, kurz GEW. „Viele Kollegen anderer Schulen sind nach Hamburg zur Großdemonstration gefahren. Wir wollten ein Zeichen vor Ort setzen“, sagt sie. Sie und ihre Kollegen sorgten an der Swinemünder Chaussee für Aufsehen. Viele Autofahrer hupten, fuhren langsamer und schauten, was die Lehrer wollten. Eine halbe Stunde dauerte das Prozedere.

„Die Eltern wurden vorab mit einem Brief über den Streik und den damit zusammenhängenden Unterrichtsausfall informiert“, sagt Schulleiter Jürgen Räsch, der sich gestern auch in die Reihe der streikenden Kollegen stellte.

Lehrer aus vier Inselschulen beteiligten sich an dem Protest. „Den Großteil stellte die EGS Ahlbeck, aber auch aus Koserow, Karlshagen und Ückeritz sind Kollegen dabei“, sagt Regine Köhlert. Aus Ückeritz waren neun Lehrer in den Reihen der Streikenden. Der Schulbetrieb konnte in einigen Klassen der Ostseeschule nicht mehr aufrecht erhalten werden. Der Unterrichtsausfall hielt sich nach OZ-Informationen aber in Grenzen.

Fernab von Usedom, in der Elbmetropole Hamburg, versammelten sich gestern nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di 12000 Angestellte des öffentlichen Dienstes vor dem Rathaus. Mit insgesamt 40 Bussen der Lehrergewerkschaft GEW fuhren rund 1400 Lehrer aus Mecklenburg-Vorpommern zur Demo.

Bereits zwei Mal kam es in der Vergangenheit zum Streik an Schulen des Landes. „Ein Mal waren wir in Grimmen dabei, das andere Mal in Schwerin auf einer Demo“, sagt Regine Köhlert.

Am Sonnabend und Sonntag gehen die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder in Potsdam in die vierte Runde. Die Tarifgemeinschaft der Länder lehnt die Forderungen der Streikenden als unbezahlbar ab. Ein Streitpunkt ist auch die betriebliche Altersversorgung.

„Wir hoffen, dass es endlich eine Einigung zwischen allen Parteien gibt. Ansonsten kann es passieren, dass wieder gestreikt wird“, sagt Köhlert. Dann ist auch wieder mit Unterrichtsausfall zu rechnen.

Forderungen der GEW
38000 Beschäftigte legten nach dem Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di gestern in mehreren Bundesländern die Arbeit nieder.
15000 Angestellte versammelten sich gestern vor dem Hamburger Rathaus.
5,5 Prozent mehr Gehalt, jedoch mindestens 175 Euro fordern die Lehrer. Ein Streitpunkt ist auch die betriebliche Alterversorgung.



Hannes Ewert

Die C-Junioren des SV Eintracht Zinnowitz bleiben in der Fußball-Landesliga weiterhin das „Kellerkind“. Am Dienstagabend unterlag das Seebadteam in einem Nachholspiel dem 1.

27.03.2015

Die Gemeinde Zemitz erwägt eine Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik.

27.03.2015

Dienstagnacht wurden in Zinnowitz zwei Fahrräder gestohlen. Dank einer Polizeistreife konnten die Täter in Heringsdorf gestellt werden.

27.03.2015
Anzeige