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Patrouillenboot wird auf Ostsee getestet

Wolgast Patrouillenboot wird auf Ostsee getestet

Die Wolgaster Peene-Werft fährt seit Sonntag Test-Manöver mit dem ersten Schnellboot für die saudi-arabische Küstenwache. Insgesamt haben die Saudis 48 Boote bestellt. Die Bundesregierung hält den umstrittenen Waffendeal für unbedenklich.

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Das erste Patrouillenboot der Wolgaster Peene-Werft fährt über den Peenetrom auf die hinaus auf die Ostsee.

Quelle: Tilo Wallrodt

Wolgast. Das erste Patrouillenboot der Wolgaster Peene-Werft für die saudi-arabische Küstenwache wird derzeit auf der Ostsee getestet. Seit Sonntag werden damit nordöstlich vor der Insel Rügen Manöver an der Leistungsgrenze gefahren. Das 10 600 PS starke Boote erreicht dabei Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h.

 

Patrouillenboot mit Einheiten der Bundespolizei See vergleichbar

Das Küstenschutzboot war Anfang Juni zu Wasser gelassen worden, seit Anfang der vergangenen Woche ist die Endausrüstung im werfteigenen Hafen abgeschlossen. Nach Angaben der Werft sind die Boote mit Einheiten der deutschen Bundespolizei See vergleichbar. Sie sollen laut Werft zum Schutz von Offshore-Anlagen, zur Eindämmung von Schmuggel und Piraterie sowie zur Seenotrettung eingesetzt werden.

Bedenken gegen die Lieferung der Boote

Aus Regierungskreisen gab es immer wieder Bedenken im Zusammenhang mit der Auslieferung der Boote. Saudi-Arabien steht international wegen Verstößen gegen Bürger- und Menschenrechte immer wieder in der Kritik. Gleichzeitig ist das Land in den Bürgerkrieg im Jemen verwickelt. Neben Bombardements und dem Einmarsch von Bodentruppen verhängte Saudi-Arabien eine Seeblockade gegen seinen südlichen Nachbarn. Die Bestellung der Patrouillenboote sei deshalb nicht mehr unproblematisch, erklärte Sigmar Gabriel (SPD) bei der großen Pressekonferenz in Berlin Ende Februar, meldet der Weser Kurier.

Gabriels Bedenken fanden aber keinen Anklang, denn das sunnitische Königshaus in Riad ist ein enger Verbündeter des Westens im Anti-Terror-Kampf. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte sich klar für die Lieferung der 48 Patrouillenboote ausgesprochen. Er verwies auf „legitime Schutz- und Sicherheitsinteressen“ der Saudis. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist eine Befürworterin der Rüstungskooperation mit Riad.

Die Bremer Lürssen-Gruppe hatte 2013 nach der Pleite der P+S-Werften den Schiffbaubetrieb an der Peene übernommen. Rund 300 Mitarbeiter sind in Wolgast tätig.

Kay Steinke

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Das erste Patrouillenboot der Wolgaster Peene-Werft fährt über den Peenetrom hinaus auf die Ostsee.

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