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Usedom Patt: Wer geht in den Beirat der Wärmeversorgung?
Vorpommern Usedom Patt: Wer geht in den Beirat der Wärmeversorgung?
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00:00 17.04.2013
Stefan Weigler Quelle: PHASE
Wolgast

Beim Patt trennen sich Schachspieler einvernehmlich mit einem Remis. Bei Stadtvertretern ist das anders: Frustriert warten sie auf die nächste Sitzung, um dann einen Sieger zu küren. Der könnte Stefan Weigler oder Jürgen Kanehl heißen, wenn es um den freien Posten in der Wärmeversorgung Wolgast GmbH geht. Nachdem Kämmerin Sylvia Eschenauer aus beruflichen Gründen die Stadt verließ, wurde im Beirat ein Platz frei.

Die Verwaltung favorisiert Bürgermeister Weigler als Nachfolger. Von der SPD-Fraktion kam am Mittwochabend der Vorschlag, Kanehl als Mitglied in den Beirat zu wählen. Zweimal wurde eine namentliche Abstimmung durchgeführt, zweimal blieb es beim Patt: jeweils zehn Stimmen entfielen auf Weigler und Kanehl bei vier Enthaltungen. „Wir müssen somit die Wahl auf die nächste Sitzung verschieben“, beendete Stadtvertretervorsteherin Brigitte Grugel (Die Linke) das Dilemma. Zuvor hatte Kanehl seinen Kontrahenten scharf angegriffen. Aus der Begründung pro Weigler habe Kanehl entnommen, dass „Stadtvertreter nicht in der Lage sind, nach einer Sitzung im Beirat Bericht zu erstatten. Das ist eine Unterstellung und Diffamierung der Stadtvertreter. Das wir dazu nicht in der Lage sind, weise ich zurück“. Weiglers Konter ließ nicht lange auf sich warten: „Hier steht nicht, dass es kein Stadtvertreter kann. Es geht um den Informationsfluss.“ Bis zur Kommunalwahl 2014 spreche man über eine Sitzung, so Weigler. Damit brachte er Kanehl richtig auf die Palme: „Diese Äußerung finde ich politisch bedenklich. Wir könnten den Beirat häufiger tagen lassen, um für unsere Bürger etwas zu erreichen. Schließlich haben wir ein Kartellverfahren am Hals.“ Die Landeskartellbehörde ermittelt gegenwärtig die Gründe für die vergleichsweise hohen Fernwärmekosten in Wolgast. Sie liegen etwa 50 Prozent über dem ostdeutschen Durchschnittswert.

Henrik Nitzsche

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