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Peene-Werft: Jobs reichen nicht für alle

Wolgast Peene-Werft: Jobs reichen nicht für alle

Die Gewerkschaft IG Metall bespricht mit Lürssen in der nächsten Woche die Einzelheiten von Einstellung und Beschäftigung.

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Wir brau- chen Lösungen für eine Über- gangszeit.“Norbert Nieszery, SPD- Landtagsabgeordneter

Wolgast. Die Nachricht ist etwas unscheinbar, dafür aber zukunftsweisend: „Peene-Werft GmbH & Co KG“ und „KBO Konstruktionsbüro Ost GmbH & Co KG“ steht auf zwei Schildern, die in dieser Woche am Haupteingang zum Schiffbaubetrieb angebracht wurden. Bei der Belegschaft schüren die dezenten Hinweistafeln die Hoffnung, dass das Wolgaster Unternehmen trotz der zum 1. Mai angekündigten Übernahme durch die Bremer Lürssen Werft GmbH & Co. KG eigenständig bleibt.

Andererseits treiben die Peenewerker bis heute bange Fragen zur beruflichen Zukunft um. Denn: „Offen ist nach wie vor, mit wie vielen und mit welchen Mitarbeitern Lürssen am 1. Mai in Wolgast starten wird“, erklärt Betriebsratschef Carsten Frick. Guido Fröschke von der IG Metall kündigte für die kommende Woche Gespräche mit Vertretern der Lürssen-Gruppe an. „Darin wird es um Einstellungsverfahren, um die Beteiligung des Betriebsrates und darum gehen, wie es künftig mit der Ausbildung auf der Peene-Werft weitergeht“, so Fröschke.

Lürssen hatte zugesichert, am Wolgaster Werftstandort künftig mindestens 360 Mitarbeiter zu beschäftigen, davon 75 zunächst auf 24 Monate befristet. Zudem sollen alle 62 Lehrlinge übernommen werden.

Da gegenwärtig jedoch 480 Personen teils auf der Werft, teils in der Transfergesellschaft angestellt sind, ergibt sich eine erhebliche Differenz.

„Außerdem wird Lürssen zum 1. Mai noch nicht alle zugesagten 360 Mitarbeiter einstellen“, sagt SPD- Landtagsabgeordneter Norbert Nieszery, der gestern die Werft besuchte. Für diejenigen potenziellen Werft-Mitarbeiter, die zum 1. November 2012 in die Transfergesellschaft eingetreten sind, ergibt sich möglicherweise ein Problem, da die maximale Verweildauer in der Gesellschaft sechs Monate beträgt. „Wir machen uns auf Landesebene Gedanken, wie wir die Leute über die sechs Monate hinaus an den Standort binden können, um einen Pool zu haben, aus dem Lürssen in der Folgezeit weiter schöpfen kann“, so Nieszery. Ab der nächsten Woche werde hierzu in Schwerin an praktikablen Vorschlägen gearbeitet.

„Wir haben ein zuversichtliches Bild von der Peene-Werft gewonnen“, erklärt Nieszery nach einem Betriebsrundgang, bei dem er u. a. von Werftleiter Axel Schulz begleitet wurde. Auch zum avisierten Auftrag über den Bau von 70 Schnellbooten für Saudi Arabien durch die Lürssen-Gruppe äußert sich der Sozialdemokrat positiv: „Es handelt sich um Küstenwachboote, die zur Sicherung der Außengrenze eines souveränen Staates dienen. Ich habe damit kein Problem.“

Tom Schröter

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