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Usedom „Peenebube“ erobert Landesmeistertitel im Skat
Vorpommern Usedom „Peenebube“ erobert Landesmeistertitel im Skat
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00:00 01.03.2016
Mit diesem Blatt zum Grand im allerletzten Spiel holte sich Ralf Zimmermann am Wochenende den Skat-Landesmeistertitel. Quelle: St. Adler

Koserow. Hoch soll er leben! Wolgast und die Insel Usedom haben seit Sonntagnachmittag einen Landesmeister: Ralf Zimmermann (53) aus der alten Herzogstadt, jetzt Neu-Koserower. Er entstammt einer Skat-verrückten Familie und mischt liebend gern mit Vater Bernd (74) und Sohn Tom (26) die Altenburger Karten. In Dobbertin hat er jedenfalls seine 49 Gegner aus ganz MV abblitzen lassen. Nach acht Serien zu jeweils 48 Spielen (ein Mammutprogramm!) ließ der Vorsitzende des Skatvereins Peenebuben mit 9450 Punkten seinen ärgsten Kontrahenten, Norbert Loos aus Rostock (9405), hinter sich. Dabei hatte der spätere Vize Mitte der letzten Serie schon mit 600 Punkten vorn gelegen. Aber Zimmermann ist nicht nur ein genialer Kopf, sondern auch ein Kämpfer, der zu solchen großen Turnieren inzwischen nicht mehr hinfährt, um nur mitzuspielen, sondern um zu gewinnen.

„Ein erfolgreicher Grand im wirklich allerletzten Spiel hat mir das Championat beschert“, berichtet der damit für die Deutsche Meisterschaft in Würzburg, eine Woche nach Pfingsten, Qualifizierte.

Sein Erfolg dokumentiert übrigens auch, wie stetig bergan es mit dem Skatverein „Peenebuben“ geht. Immerhin konnten sich weitere Wolgaster gut platzieren: Manfred Peplow wurde Zwölfter, Thomas Friedrich 23. und Lutz Dill 29. Mit Erhardt Werth (15.) und Ulf Heinitz (39.) beteiligten sich erstmals auch zwei Spieler aus dem Bansiner Skatverein an den Landesmeisterschaften.

Zimmermann konnte Samstag und Sonntag 93 Spiele gewinnen und verlor 13, für ihn selbst „vielleicht ein bisschen viele“. Dennoch reichte es zum bislang größten Erfolg seiner Skat-Karriere. Im Vorjahr war er bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm schon Neunter geworden; klar, dass er mit Blick auf Würzburg heute schon enormen Ehrgeiz empfindet. „Aber eine spezielle Vorbereitung gibt es nicht“, erzählt er. Jeder dort spiele auf einem extrem hohen Level, da müsste man vor allem Fehler vermeiden. Und dann müsste eben auch „das Blatt laufen“. Sprich: Ganz ohne gute Spiele zu bekommen, geht es eben auch nicht. „Im Zweifel mal länger mischen oder auch mal eins Verlieren, damit der Lauf der Karten sich ändert“, gibt der Champ einen Einblick in die Profi-Trickkiste.



Steffen Adler

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