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Peenemünde: Diebe räumen zum zweiten Mal Schmuckladen leer

Peenemünde Peenemünde: Diebe räumen zum zweiten Mal Schmuckladen leer

Die Inhaberin des Geschäfts „Bernsteinelster“ setzt eine Belohnung aus. Sie beklagt einen Schaden von insgesamt 30 000 Euro.

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Die zerstörten Vitrinen nach dem jüngsten Einbruch.

Quelle: privat

Peenemünde. Grit-Kathrin Eberlein ist frustriert. Innerhalb kurzer Zeit wurde ihr Schmuckhäuschen „Bernsteinelster“ am Peenemünder Hafen zwei Mal von Dieben heimgesucht — zum ersten Mal Anfang Juli, noch einmal Anfang September. „Der Schaden liegt insgesamt bei knapp 30 000 Euro“, beklagt die Geschädigte. Um den oder die Einbrecher zu überführen, hat Grit-Kathrin Eberlein jetzt eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. Im Bereich des Hafens bittet sie auf mehreren Aushängen um öffentliche Mithilfe. „Das müssen Einheimische gewesen sein, die sich im Laden sehr gut auskannten“, vermutet die Chefin.

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Mitarbeiterin Gabriele Zschiegner ist fassungslos. Durch das Fenster hinter ihr kamen die Diebe das erste Mal.

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Sie wurde in den Morgenstunden des 7. September gegen 2.40 Uhr aufgeschreckt. „Auf meinem Handy ging die Alarmklingel los. Ich alarmierte meine Kollegen und fuhr zum Hafen. Als wir am Häuschen ankamen, sah ich einen der Diebe gemütlich mit einer großen Tasche über der Schulter in Richtung U-Boot laufen“, schildert Grit-Kathrin Eberlein die dramatischen Minuten. Sie sei dem Mann gefolgt.

„Er drehte sich plötzlich um und drohte mir, mich niederzuhauen. Das beeindruckte mich nicht. Ich entriss ihm ohne großen Widerstand die Tasche. Er flüchtete mit einem Kumpan“, so die Peenemünderin.

Die Männer seien schwarz gekleidet und vermummt — „vermutlich mit einem Tuch oder einer Skimaske“ — gewesen. Erst danach habe sie die Polizei informiert. In der Tasche habe sich ein Großteil des Bernsteinschmucks befunden. Der gesamte Goldschmuck, Silberketten, Edelstahlringe, Stellagen mit Ketten und Colliers, Ohrschmuck und einige Modeschmucksets sollen dagegen verschwunden sein.

Der erste Einbruch hatte sich bereits in der Nacht vom 2. zum 3. Juli ereignete. „Unsere Alarmanlage schlug damals nicht an, so dass die Täter genügend Zeit hatten, sämtliche Vitrinen zu zertrümmern oder aufzubrechen, um Bernstein- und Silberschmuck, Anhänger, Ohrschmuck, Ketten, Armbänder, 333-er Goldschmuck, Kinder-Silberohrstecker und Silberketten zu stehlen“, sagt Grit-Kathrin Eberlein.

Ihre Mitarbeiterin Gabriele Zschiegner wunderte sich beim Aufschließen des Ladens am Morgen, dass es so hell ist. „Wir hängen unsere Fenster abends mit schwarzen Tüchern ab“, erzählt die Zinnowitzerin. Dann sah sie das Unheil — auf dem Boden lagen zwischen vereinzelten Ketten viele Scherben. Vitrinen waren zerstört, ein Fenster aufgehebelt.

Polizeisprecherin Denise Lemke bestätigte gestern die Einbrüche. „Die Ermittlungen laufen. Die Zeugenaussagen werden ausgewertet. Wir prüfen, ob es einen Zusammenhang zum ersten Diebstahl gibt.“ Die Polizei wolle nun Fotos von den Schmuckgegenständen besorgen, um sie in die Fahndung zu geben.

 

Henrik Nitzsche

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