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Usedom Peenemünde: Sicher in die Saison mit Motorrad und Pkw
Vorpommern Usedom Peenemünde: Sicher in die Saison mit Motorrad und Pkw
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00:00 12.04.2017

Brenzlige Situationen gibt es im Straßenverkehr fast täglich. Nur wer weiß, wie unter schwierigen Bedingungen richtig und vor allem besonnen reagiert werden muss, ist in der Lage, unfallfrei zu bleiben. Ein Sicherheitstraining kann da helfen. Genau das organisiert seit Jahren der Motorsport- und Verkehrsschulungsverein auf dem Peenemünder Flugplatz. Ende April und Anfang Mai sind die nächsten Veranstaltungen geplant. „Auf unserer Trainingsstrecke kann sich jeder mit seinem Motorrad oder Pkw abseits des öffentlichen Straßenverkehrs schulen und seine Fähigkeiten verbessern und perfektionieren“, sagt Michael Wendt vom Verein, den es mittlerweile seit 1996 gibt.

Von April bis Oktober bestehe nahezu an jedem Wochenende die Möglichkeit, die Trainingsstrecke zu nutzen. „Das Fahrerfeld in unserem Verein, der mittlerweile 120 Mitglieder zählt, umfasst alle Altersgruppen. Wir bieten auch den kleinen Motorsportbegeisterten, die direkt vom Laufrad auf das Motorrad wechseln wollen, die Chance, ihre Fähigkeiten zu entwickeln“, so Wendt. Er ist froh, dass dank der großzügigen Mietvertragsgestaltung mit dem Eigentümer der Fläche ein Fortbestehen des Vereins gesichert ist. Wendt kündigt für die Zukunft weitere Geräuschreduktionsmaßnahmen auf der Trainingsstrecke an, da im benachbarten Nordhafen Peenemünde eine Siedlung mit Ferienhäusern und Campingstellplätzen entstanden ist. „Mit dem TÜV Nord wollen wir ein Geräuschreduktionskonzept entwickeln und in Messtechnik zur dauerhaften Einhaltung und Überprüfung der vorgegebenen Bestimmungen investieren. Die Streckenführung haben wir bereits geändert“, sagt Wendt.

Roland Grapenthin, Eigentümer der Fläche, sagt klipp und klar: „Sollten bei den Motorrädern die gesetzlich vorgegebenen Immissionswerte nicht eingehalten werden, ist Schluss. Beim Pkw-Fahrtraining ist das kein Problem, bei den Motorrädern eventuell.“

An ein Ende der Vereinstätigkeit nach 21 Jahren denkt Björn Winkelmann keineswegs. Der 47-jährige Berliner ist seit zehn Jahren Mitglied im Verein. „Als Urlauber bin ich vor Jahren den Motorradgeräuschen auf dem Flugplatz gefolgt und hier hängengeblieben“, schildert der Urologe seinen Weg in den Verein. Anfang Mai will der Berliner quasi auch für sich den Saisonstart als Motorradfahrer in Peenemünde einläuten. Zu den geführten Fahrten auf dem Rundkurs kommen Bremsübungen, Ausweichmanöver und Kurventechnik.

Mit Unterstützung des Vereins, der Kreisverkehrswacht, der Polizei, dem Landkreis und Fahrschulen wird auf dem Peenemünder Flugplatz regelmäßig auch Blinden und Sehschwachen die Möglichkeit gegeben, Motorrad oder Auto fahren zu können.

Henrik Nitzsche

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