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Usedom Kreis lässt Allee beschneiden
Vorpommern Usedom Kreis lässt Allee beschneiden
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15:43 05.12.2018
In den vergangenen Tagen erfolgten Baumpflegearbeiten an der Allee entlang der Wolgaster Umgehungsstraße. Quelle: Tom Schröter
Wolgast

Die Linden entlang der südlichen Wolgaster Ortsumgehung, auch Bücklingsweg genannt, haben einen Pflegeschnitt erhalten. Auftraggeber ist der Landkreis als Straßenbaulastträger.

Ende 2016 war der Zustand der vor etwa 17 Jahren am Bücklingsweg gepflanzten Bäume in die Schlagzeilen geraten. Gemäß einer Mitteilung des Landkreises war den Linden zuletzt im Jahr 2016 ein Pflegeschnitt zuteil geworden. „Die Bäume hatten in Sachen Pflege einen erheblichen Nachholebedarf“, hieß es damals von Seiten der Behörde. Da sich sechs bis acht Jahre lang niemand um sie gekümmert hatte, waren sie wie Büsche gewachsen. Entsprechend umfangreich waren die Eingriffe.

Der gelernte Gärtner Peter Kruse aus Bauer-Wehrland kritisierte den Pflegezustand seinerzeit scharf. Konkret monierte er die Art und Weise, in der die Austriebe, die zum Teil schon recht stark ausfielen, abgetrennt wurden. Während er für einen möglichst nah am Stamm geführten Schnitt plädierte, um ein natürliches Überwallen der betreffenden Stelle zu ermöglichen, führte eine Mitarbeiterin des Landkreises die ZTV-Baumpflege (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege) ins Feld, die ihrerseits ein Abschneiden am Astansatz vorsieht. Pflegemaßnahmen würden nach ZTV an Fachfirmen ausgeschrieben, bekräftigte damals die Straßenmeisterei.

Kruse indes blieb dabei: Ein direkt am Stamm geführter Schnitt verhindere, dass sich am gekappten Astansatz aus in der Fachsprache genannten „schlafenden Augen“ neue Stockaustriebe bilden. Während eines Lokaltermins zeigte er an Beispielen, dass stehen gelassene Astansätze nicht überwallen und daher Pilzbefall begünstigen und zur Deformierung der Baumstämme beitragen würden. Die Vertreterin des Landkreises jedoch erwiderte: Nicht die Baumästhetik stehe im Vordergrund, sondern was dem Baum gut tue. Ein Schnitt unmittelbar am Stamm führe den Jungbäumen deutlich größere Wunden zu als ein Kappen der Äste, argumentierte sie. Zudem würden sich die Stammverdickungen an jenen Stellen, an denen starke Äste entfernt wurden, im Laufe der Jahre verwachsen.

Den nächsten regulären Pflegeschnitt stellte die Mitarbeiterin seinerzeit in zwei bis drei Jahren in Aussicht. Insofern hielt der Landkreis also Wort. Interessant ist, dass die Äste der Bäume nun doch vielfach direkt am Stamm abgetrennt wurden, wie Gärtner Kruse dies während des Vororttermins geraten hatte. Insgesamt, so informierte der Landkreis, handelt es sich um 487 Linden. 83 Gehölze sind unter zehn Jahre und 404 über zehn Jahre alt.

Tom Schröter

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