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Usedom Philipp Amthor im Dialog mit Schülern
Vorpommern Usedom Philipp Amthor im Dialog mit Schülern
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00:00 05.12.2017
Philipp Amthor (hinten) im Gespräch mit den Schülern aus Karlshagen, Ückeritz und Ahlbeck. Quelle: Foto: Hannes Ewert
Zinnowitz

Usedomer Schülerverkehr, die geplante Ortsumgehung in Wolgast, Große Koalition in Berlin, Neuwahlen oder auch die gescheiterte Jamaika-Koalition: Die Themenpalette, mit der der frischgewählte Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor gestern mit Schülern von der Insel Usedom sprach, war breit gefächert. Auf Einladung des CJD kam der 25-Jährige nach Zinnowitz. Schüler aus Ahlbeck, Ückeritz und Karlshagen durften den jungen Mann mit Fragen „löchern“. Dies geschah im Rahmen des Projektes „Partnerschaft für Demokratie“.

Amthor erklärte den Schülern, wie er den Weg in die Politik gefunden hat. Zum Beispiel engagierte er sich in seiner Schulzeit als Klassensprecher und setzte sich für die Belange seiner Mitschüler ein. „Es gibt genug Leute, die meckern können oder sich über etwas ärgern. Etwas in der Gesellschaft mitzugestalten, ist jedoch viel spannender, als tatenlos alles mitanzusehen“, sagt er. Das war auch für ihn der Antrieb, in die Politik zu gehen. „Früher galt Vorpommern immer nur als Auswanderungsland für junge Leute. Alle Schüler gingen weg, weil sie hier nichts gefunden hätten. Doch von diesem Image sind wir weg. Wir müssen positiver denken. Es gibt genug Möglichkeiten, hier seine Zukunft aufzubauen“, erklärt Amthor. Fachkräfte würden gebraucht und Unternehmen suchten in der Region nach einem Nachfolger.

Auch das Thema Verkehr diskutierte der gebürtige Ueckermünder mit den Schülern. „Ich kenne die verkehrstechnischen Probleme auf der Insel Usedom. Im Sommer gibt es viel Stau, die südliche Verkehrsanbindung steht im Wasser und im Norden fehlt die Wolgaster Ortsumgehung. Zudem ist die Autobahn A 20 durch den Krater bei Tribsees nur eingeschränkt nutzbar“, sagt er. Er hoffe auf schnell umsetzbare Verkehrskonzepte.

Die Schüler hatten auch Fragen zu ihrem Bus- und Bahnticket. Eine Idee ist, dass es Schülertickets auch für andere Ferienzeiträume als nur für den Sommer gibt. Das Ausweiten solcher Tickets regte Jessica Meyn von der Schule Karlshagen an. Amthor nahm den Gedanken mit und möchte mit der Usedomer Bäderbahn über diese Möglichkeit sprechen.

Mit Blick auf die Regierungsbildung in Berlin hofft Amthor auf eine einvernehmliche Lösung mit den Sozialdemokraten. „Auf ein Jamaika-Bündnis hat sich wohl kein Mitglied von der CDU gefreut“, meint er und betont: „Ich hatte da besondere Bauchschmerzen.“ Amthor denkt, dass die Regierungbildung auf eine weitere große Koalition hinauslaufen wird.

Nach anderthalb Stunden musste der CDU-Mann weiter nach Anklam. Am Abend wollte er vor Touristikern in Zempin sprechen.

Hannes Ewert

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