Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Pläne für Friedwald und Alte Brennerei
Vorpommern Usedom Pläne für Friedwald und Alte Brennerei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 04.07.2016
Das Umfeld der gemeindeeigenen Alten Brennerei in Neuendorf soll samt Spielplatz neugestaltet werden. Quelle: Tom Schröter

Mit Ideen für zwei interessante Investitionen befasste sich der Bauausschuss der Gemeinde Lütow auf seiner jüngsten Sitzung. Zum einen stellte der Landschaftsarchitekt Claus-Christoph Ziegler Pläne für einen Bestattungswald an der Steilküste der Halbinsel Gnitz (Siehe: Karte) vor. Der betreffende Waldeigentümer würde ein 11,5 Hektar großes, hauptsächlich mit Kiefern bestandenes Areal oberhalb des Kliffs zur Verfügung stellen, berichtete er. Der Geländeteil in Richtung Küste eigne sich angesichts der Lage für Bestattungen. Zudem wolle der Eigentümer diesen Bereich mit einem Andachtplatz an der Steiluferkante, Wegen und einigen Kurzzeitparkplätzen auf eigene Kosten herrichten und dann der Gemeinde zur Bewirtschaftung übergeben.

Landschaftsplaner legt Konzept für Bestattungswald „Stille am Achterwasser“ an der Steilküste des Gnitz vor

Die Pläne sind unter den Einheimischen jedoch nicht unumstritten. Karl-Heinz Schucht aus Lütow hält das betreffende Waldstück für nicht geeignet. Dort befänden sich lediglich Brombeersträucher und relativ dünne Kiefern, so genanntes Stangenholz, die sich als Anlage für einen Friedwald nicht eigneten. Auch die Nähe zum auf dem Gnitz befindlichen Campingplatz stellt laut Schucht ein Problem dar.

Der Buchberg und der Kastenberg hingegen seien mit ihrem repräsentativem Baumbestand prädestiniertere Standorte für einen Bestattungswald, meinte er.

Des Weiteren stellte Ziegler auf eigene Kosten erstellte Planungen für den Neuendorfer Ortskern vor. Speziell geht es um eine Ausweisung der Neuen Straße zwischen Mühlenbergstraße und Lütower Weg sowie die Dorfstraße vor dem früheren Gutshaus als verkehrsberuhigten Bereich, sprich Spielstraße. In diesem Zuge sollen die bestehenden Gehwege zurückgebaut und zu Rasenflächen werden und die Straßenbeleuchtung und die Ableitung des Niederschlagswassers optimiert werden.

Vorgesehen ist außerdem die Gestaltung des Umfeldes der Alten Brennerei an der Neuen Straße. Das gemeindeeigene Objekt, in dem sich fünf Wohnungen befinden, soll umpflastert und mit Pkw- Stellflächen versehen werden. Zudem soll jede Mietpartei hinter dem nach der Wende teilsanierten Gebäude einen Schuppen erhalten.

In Nachbarschaft zur Alten Brennerei befindet sich ein Spielplatz mit einigen von der Volksbank Wolgast gesponserten Spielgeräten. Das Zieglersche Konzept sieht eine Ergänzung des Spielbereiches um einen Bolzplatz mit Ballfangzaun und Tor, eine Hügellandschaft für junge Fahrradfahrer, einen Kriechtunnel, eine Sandspielfläche, Wipptiere und weitere Geräte sowie einigen Sitzgelegenheiten vor, um den jüngsten Einwohnern und Gästen einen attraktiven Anlaufpunkt zu bieten.

Diese Pläne, deren Umsetzung 180000 Euro kosten soll, stießen weitgehend auf positive Resonanz. Allerdings, so kritisierte Bürgermeister Heiko Dahms, werde die Gemeinde Lütow, was Investitionen anbelangt, von der Amtsverwaltung in Wolgast ausgebremst, da diese noch immer keinen Gemeindeetat für 2016 vorgelegt habe.

Tom Schröter

Für Anke Teßnow sind am Sonnabend quasi Weihnachten und Ostern auf einen Tag gefallen.

04.07.2016

Die Kantorei St. Petri Wolgast lädt unter Leitung von Kantorin Maria Uhle am Donnerstag um 20 Uhr zum Auftakt der Wolgaster Sommermusiken 2016 ein.

04.07.2016

Die Usedomer Bäderbahn (UBB) als Betreiber der Kaiserbäderlinie wird künftig, wie schon einmal in der Vergangenheit der Vorgänger Ostseebus, die Bansiner Bergstraße ansteuern.

04.07.2016
Anzeige