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Usedom Planung für Seniorenzentrum läuft
Vorpommern Usedom Planung für Seniorenzentrum läuft
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00:00 19.04.2017

Auch wenn auf dem Grundstück der einstigen Vostra (Medizintechnik Niederlassung Volkswerft Stralsund) in Trassenheide kaum Betriebsamkeit herrscht, im Hintergrund laufen die Aktivitäten für ein Millionen-Projekt. Die MK Projektmanagement GbR aus Berlin plant auf dem Gelände in der Strandstraße auf einer Fläche von rund 30 000 Quadratmetern ein Seniorenzentrum, ein Ärztehaus, Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen. „Das Projekt steht weiter auf unserer Agenda. Wir befinden uns noch im Genehmigungsverfahren“, sagt Steffen Katzmann, Eigentümer des Grundstücks und einer der beiden Gesellschafter.

In dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Metallfirma sind zum Jahresende die letzten Flüchtlinge ausgezogen. Sie sind nun in Torgelow und Wolgast untergebracht. Mitte November 2015 sorgte ein Brand in dem Haus bundesweit für Schlagzeilen. 15 Flüchtlinge sollten dort einziehen. Die Polizei ging von Brandstiftung aus. Für die Instandsetzung des Hauses brauchten die Eigentümer einen fünfstelligen Betrag.

„Das Gebäude steht nun leer. Einige Lagerhallen auf dem Gelände wurden aber angemietet. Wann es mit dem Seniorenzentrum losgeht, kann ich noch nicht sagen. Das hängt auch von der Änderung des Flächennutzungsplanes ab“, so Katzmann, der auf seinen Planer verweist.

„Ich hoffe, dass wir bis Ende Mai einen ersten Vorentwurf für das Seniorenzentrum vorlegen können, um damit in die Beteiligungsrunde der Träger öffentlicher Belange zu gehen. Wir warten aber noch auf Stellungnahmen, beispielsweise von der Denkmalschutzbehörde“, sagt Klaus Lange von der Usedom Projektentwicklungsgesellschaft. Die Denkmalschützer sind aktiv, weil sich auf dem Vostra-Gelände ein altes Bahnhofsgebäude aus den 1930er-Jahren befindet.

Lange rechnet für den Bebauungsplan und die damit verbundene Änderung des Flächennutzungsplanes noch mit gut einem Jahr. Entgegen der ursprünglichen Pläne der Hauptstädter wurde die Platzkapazität im Seniorenzentrum von 200 auf 150 reduziert. Beim Aufstellungsbeschluss für den B-Plan hatten mehrere Abgeordnete angesichts der Platzzahl Bedenken angemeldet. „Darauf haben wir reagiert“, so Lange, der neben dem „Seniorenzentrum“ in direkter Nachbarschaft an einem weiteren Wohngebiet arbeitet. Mit der Änderung des Flächennutzungsplanes will die Gemeinde auch das Areal neben dem Vostra-Grundstück entwickeln. Um den Bedarf von weiteren Wohnbauflächen im Ostseebad zu decken, soll das Gebiet „Kiefernhain“ unter kommunaler Regie überplant werden. Die Flurstücke, die zu DDR-Zeiten durch die NVA als Dienststelle genutzt wurden, sind Eigentum der Gemeinde. Die Kommune plant auf dem rund vier Hektar großen Areal maximal acht Einfamilienhäuser und 25 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern. „Auch für diese Planung fehlen uns noch Stellungnahmen“, so Lange. Der sich in dem Gebiet befindliche alte Bunker soll in einer Ausgleichsmaßnahme als Winterquartier für Fledermäuse genutzt werden.

Henrik Nitzsche

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