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1,3 Millionen für Koserows Schönheit

Koserow 1,3 Millionen für Koserows Schönheit

Gemeindevertreter beschlossen auch hohen Steuersatz für Zweitwohnungen.

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Ferienhaussiedlung „Am Steinberg“ in Koserow.

Quelle: Beate Rother

Koserow. Einstimmigkeit, das schienen sich die Gemeindevertreter bei ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstagabend auf die Fahnen geschrieben zu haben. So wurden nach intensiver Vorbereitung Haushaltsplan und Haushaltssatzung für das laufende Jahr als auch die Neufassung der Satzung für den Eigenbetrieb der Kurverwaltung und der Haushaltsplan für das Städtebauliche Sondervermögen einmütig beschlossen.

Froh darüber, nun eine ordentliche Arbeitsgrundlage für dieses Jahr geschaffen zu haben, sieht Bürgermeister René König für die Gemeinde gute Entwicklungschancen. Mit einem Investitionsvolumen von 1,3 Millionen Euro stehen neben den Arbeiten an der Seebrücken, Straßenreparaturen und Baumpflegearbeiten Gelder für den Jugendclubneubau, die Grundschule, die Feuerwehr und den Bauhof zur Verfügung.

Dass die damit zunehmende Steigerung der Attraktivität des Ortes sich ebenso in der Erhebung der Zweitwohnsteuer widerspiegeln sollte, fand ebenso die ungeteilte Zustimmung der Gemeindevertreter.

Demnach werden die satzungsgemäßen Bemessungsgrundlagen entsprechend der Nutzungsmöglichkeit und der Größe unterteilt. Hierbei bildet nach aktueller Rechtsprechung der Mietwert des Objektes den ausschlaggebenden Faktor. Dieser liegt bei nur vorübergehend nutzbaren Immobilien, welche ohne Heizung in der Regel von April bis Oktober bewohnbar sind, gegenwärtig bei 2,65 Euro. 5,30 Euro werden aktuell bei Objekten, welche zum ganzjährigen Wohnen geeignet sind, angesetzt. Multipliziert mit der Wohnfläche des Objektes und der Ermittlung des Jahresmietwertes bildet dieser Wert die Grundlage zur Ermittlung der Zweitwohnsteuer.

Diese wird fortan in Koserow mit 20 Prozent berechnet. „Damit haben wir den gleichen Satz wie das Seebad Ahlbeck, was durchaus gerechtfertigt ist“, bewertet Bürgermeister René König den Beschluss der kommunalen Entscheidungsträger, mit Blick auf den Luxuswert eines Zweitwohnsitzes im Ostseebad. Letztlich sehen sich die Gemeindevertreter auch durch laufende Projekte und das große Interesse der Einheimischen an der steten Erhöhung der Attraktivität des Ortes und dessen touristischen Weiterentwicklung, welche in der neuen Arbeitsgruppe „Koserow 2020“ (OZ berichtete) im Mittelpunkt stehen, bestärkt.

Bei der Namensfindung des neuen Verbindungsweges, welcher vom Verkehrskreisel über „Karl´ s Erlebnishof“ zum Bahnhof führen wird, setzte sich in der Gemeindevertretung der Straßenname „Am Erlebnishof“ — auf Grund seine eindeutigen Ortsmarkierung — gegen „Erdbeergasse“ durch.

Wir haben den gleichen Satz wie Ahlbeck.“René König, Bürgermeister,
zur Zweitwohnungssteuer

 



Beate Rother

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