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CDU-Kreis übt Selbstkritik

Anklam CDU-Kreis übt Selbstkritik

Der Konservative Kreis, der sich Ende vergangenen Jahres innerhalb der CDU Vorpommern-Greifswald gründete, übt nach der Bundestagswahl Kritik an der eigenen Partei.

Anklam. Der Konservative Kreis, der sich Ende vergangenen Jahres innerhalb der CDU Vorpommern-Greifswald gründete, übt nach der Bundestagswahl Kritik an der eigenen Partei.

 

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Sascha Ott

Quelle: Foto: S. Sauer

Sascha Ott, Vorsitzender der Gruppe, teilt mit, dass Erfolge, wie das Erringen aller Direktmandate in MV, nicht über „deutliche Verluste“ hinwegtäuschen dürften.

„Wir haben das Vertrauen vieler Menschen verloren, weil wir uns der eigenen Identität nach und nach entledigt haben. Bunt und tolerant wollte man die CDU – farblos und beliebig ist sie geworden“, konstatiert Ott. „Wir haben den ländlichen Raum vernachlässigt, die Menschen mit immer neuen Reformen ermüdet und in der Flüchtlingskrise viel zu lang geschwiegen.“

Der Vize-Landesvorsitzender der CDU ist der Meinung, dass es deshalb ein „Weiter so“ nicht geben dürfe und die CDU „endlich ein klares Profil und Visionen für unser Land“ brauche. Diese könnten sich in „alternativen Strategien für den ländlichen Raum“ zeigen. Ott meint damit autonomes Fahren, Telemedizin oder die Wiederherstellung von Verwaltungsstrukturen. Zudem spricht er sich gegen „fanatischen Schutz einzelner Pflanzen und Tiere zu Lasten unserer Kulturlandschaft“ aus, allerdings ohne dies konkret auszuführen.

Um den Menschen Sicherheit zu geben, bedürfe es nicht immerzu neuer Gesetze – „wir müssen die bestehende Rechtsordnung einfach nur konsequent umsetzen. Nur so werden wir das Vertrauen unserer Mitglieder und der verlorenen Wähler zurückgewinnen“, meint Ott. „Deshalb feiern wir nicht die Ergebnisse der Bundestagswahl, sondern nehmen sie ernst.“

Ein Ergebnis ist auch, dass Philipp Amthor im Wahlkreis 16 gewählt wurde. Dies sei erfreulich, da der 24-Jährige Gründungsmitglied des Kreises sei.

OZ

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