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Flughafen: Das Hin und Her geht weiter

Heringsdorf Flughafen: Das Hin und Her geht weiter

CDU-Fraktion im Heringsdorfer Parlament lässt Anteilserwerb am Airport durch Usedom Tourismus GmbH prüfen.

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Die Diskussion um den Betrieb des kreiseigenen Heringsdorfer Flugplatzes ist noch längst nicht abgeschlossen.

Quelle: Dietmar Pühler

Heringsdorf. Eigentlich sollte die Heringsdorfer Gemeindevertretung am Donnerstagabend einen Beschluss fassen, mit dessen Hilfe Bürgermeister Lars Petersen (parteilos) beauftragt wird, dem Landkreis eine Offerte für den kreiseigenen Flughafen Heringsdorf zu unterbreiten. Doch daraus wurde nichts. Die CDU-Fraktion brachte einen Änderungsantrag ein, der eine Mehrheit fand, und der den Ursprungsantrag auf diese Weise kassierte.

Dafür erhielt Petersen in namentlicher Abstimmung den Auftrag, zu prüfen, „ob ein Anteilserwerb an der Flughafen GmbH durch die Usedom Tourismus GmbH (UTG) möglich ist.“ Wie gestern aus dem Rathaus zu erfahren war, wurde der Geschäftsführer der Kaiserbäder Tourismus-Service GmbH (KTS), Rolf Landau, beauftragt, eine Gesellschafterversammlung anzuberaumen. Zudem sei Kontakt mit dem Swinemünder Stadtpräsidenten Janusz Zmurkiewicz aufgenommen worden. Nächste Woche, so Petersen, soll voraussichtlich mit ihm ein Gespräch zur Beteiligung am Flughafen Heringsdorf geführt werden.

Die CDU-Fraktion wollte mit ihrem Antrag erreichen, dass sich durch eine Beteiligung der UTG die Mitgesellschafter positionieren, „ob diese eine inselweite Lösung für den Flughafen wollen oder ob nur die Gemeinde Heringsdorf Interesse am langfristigen Erhalt des Flughafens hat“, so der Wortlaut des erwähnten Änderungsantrags.

Für Bürgermeister Petersen war das Abstimmungsergebnis nicht erfreulich. Denn er sei von der Landrätin gebeten worden, für die Gemeinde Heringsdorf und nicht für die ganze Insel Usedom ein Angebot für den Flughafen abzugeben. „Unser Angebot wäre eine Diskussionsgrundlage gewesen“, so der Gemeindechef, der beklagte, dass durch den Beschluss der Gemeindevertretung der Meinung von Fachleuten nicht gefolgt wurde. So hätten Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Flughafen und der KTS, der Kurdirektor und der Flughafengeschäftsführer zusammengesessen und über alle Möglichkeiten nachgedacht — auch eine eventuelle Beteiligung der UTG. Man sei aber zu dem Schluss gekommen, dass die UTG keine Mittel für den Flughafen im Haushalt habe und originär mit dem Geld der Gesellschafter das Inselmarketing voranbringen solle.

Aus Sicht von Frank Lettner von der Fraktion BI/Die Linke wird durch den Änderungsantrag der Christdemokraten nur der Schwarze Peter weitergespielt. KTS-Geschäftsführer Rolf Landau verwies darauf, dass bei einer Beteiligung der UTG möglicherweise keine Fördermittel aus Schwerin fließen werden, da private Gesellschafter an der UTG beteiligt sind. Dazu werde die Verwaltung in den nächsten Tagen Gespräche mit dem Wirtschafts- und Innenministerium führen, hieß es aus dem Rathaus.

Unser Angebot wäre eine Diskus- sionsgrundlage ge- wesen.“Lars Petersen, Bürgermeister

 

 

Dietmar Pühler

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