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Usedom Frau Landrätin, wir haben ein Problem!
Vorpommern Usedom Frau Landrätin, wir haben ein Problem!
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03:59 18.07.2013
Wolgaster Sportler diskutieren mit der Landrätin (v.l.): Holger Dräger, Klaus-Dieter Mähl, Barbara Syrbe, Steffen Ostmann, Thomas Kretzschmar und Torsten Lange. Quelle: Alexander Müller
Wolgast

Die Landrätin wird in Wolgast zur Frau für alle Fälle: So viele Menschen wie nie zuvor haben gestern bei einer Sprechstunde von Barbara Syrbe (Linke) eine Lösung für Probleme in der Stadt und der Region gefordert. Dabei legte die Politikerin einen Zuhör-Marathon hin: Den ganzen Tag empfing sie Menschen im Kornspeicher und hetzte dazwischen noch ins Sportforum, um sich dort den Ärger der Sportvereine anzuhören. „Sonst kommen nur drei Leute. Diesmal waren es viermal so viele“, sagte Barbara Syrbe erstaunt. Gleich das erste Problem hatte es in sich. Ein Wolgaster machte seinem Ärger über die sogenannten „Schwarzfahrer-Partys“ in der Peenestadt Luft. Bei den Treffen kommen jedes Jahr Motorradfahrer in dunklen Kutten in die Stadt, hören Musik und brettern über die Straßen. Laut dem Anwohner dauert der Krach fast 40 Stunden und sei nicht auszuhalten. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass künftig strenger kontrolliert wird, ob die Auflagen eingehalten werden“, versprach Barbara Syrbe. Außerdem soll es vor der nächsten Party eine Infoveranstaltung für die Bewohner geben. Die nächste Party findet im September statt.

Doch es zeichnete sich bei der Sprechstunde noch eine weitere Baustelle ab: Ältere Menschen haben es schwer, in Wolgast mobil zu bleiben. Brombeersträuche haben einige Wege derart überwuchert, dass Leute mit Rollator nicht mehr durchkommen. Manche Straßen sind voller Rillen und Löcher, so dass Rollstuhlfahrer Schwierigkeiten kriegen. Das Problem bei vielen dieser Fälle ist, dass sie eigentlich Sache der Stadt und nicht des Landkreises sind. Der Landrätin ist das egal, sie kümmert sich trotzdem darum. „Bürgermeister Stefan Weigler stört das nicht. Der mischt sich schließlich auch in meine Kreissachen ein“, sagte sie schmunzelnd.

Nächstes Ärger-Thema: Für die Sportvereine gibt es nicht genug freie Turnhallen in der Stadt. Egal ob Handballer, Fußballer oder Volleyballer — sie alle brauchen eine Lösung für schlechtes Wetter.

„Besonders im Winter ist das ein großes Problem“, sagte Klaus-Dieter Mähl vom Wolgaster HV. Dabei könnte alles so einfach sein: Die moderne Sporthalle am Schulzentrum wird derzeit nur für den Schulsport genutzt und steht am Nachmittag völlig leer. „Auf mehrere Anfragen, die Halle mitnutzen zu dürfen, haben wir aber keine Antwort bekommen“, schimpfte Torsten Lange, der auch Handballer von der Insel Usedom vertrat. Weil die Halle ein Gebäude des Landkreises ist, richtete sich der Frust auch gegen die Landrätin. Die versuchte zu vermitteln und lud alle Beteiligten zu einem Treffen in ihr Büro ein.

Es war viel mehr Andrang in meiner Sprechstun-de als sonst.“Barbara Syrbe, Landrätin

Alexander Müller

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