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Grünen-Antrag zur Rücknahme der Klinik-Schließung abgeschmettert

Wolgast/Anklam/Schwerin Grünen-Antrag zur Rücknahme der Klinik-Schließung abgeschmettert

Eine geforderte Rücknahme der Teilschließungen an den Krankenhäusern in Wolgast und Anklam ist am Mittwoch im Schweriner Landtag gescheitert. Der Krankenhausträger soll bereits eine hohe Schließungsprämie kassiert haben.

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Seit dem 1. Februar ist die Kinderstation im Kreiskrankenhaus Wolgast geschlossen.

Quelle: Elisabeth Woldt

Wolgast/Anklam/Schwerin. Ein Antrag der Grünen-Fraktion zur Rücknahme der Teilschließungen an den Krankenhäusern in Wolgast und Anklam ist am Mittwoch im Schweriner Landtag mehrheitlich abgelehnt worden. Grünen-Fraktionschef Jürgen Suhr und Landtagsvizepräsidentin Silke Gajek (Grüne) hatten die Landesregierung MV unter anderem aufgefordert, das Ausscheiden der Fachabteilungen Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie der Abteilung Kinder und Jugend am Kreiskrankenhaus Wolgast mit sofortiger Wirkung zu widerrufen. Beide Abteilungen wurden Anfang des Jahres geschlossen (OZ berichtete).

Trotz Ablehnung setzen sich die Grünen weiterhin für eine Rücknahme der Schließungen ein. Unterstützung kommt von der Partei „Die Linke“. „Die Eltern befürchten, dass sie bei Krankheit ihrer Kinder nicht mehr wohnortnah Hilfe finden können“, erklärt der sozialpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin. „Die Bürgerinitiative hat deutlich gemacht, wie wichtig ein voll funktionsfähiger Krankenhausstandort für die medizinische Grundversorgung ist.“ Davon unabhängig habe die Landesregierung bislang nicht die finanziellen Konsequenzen der Schließungen offengelegt. Nach Informationen seiner Partei habe der Krankenhausträger bereits eine sogenannte Schließungsprämie in Höhe von rund fünf Millionen Euro kassiert. „Wir haben in Schwerin schon Abgeordnete in die Spur geschickt, um Näheres zu erfahren“, sagt Lars Bergemann, Wahlkreismitarbeiter der Linken aus Wolgast. Die Landesregierung sei aufgefordert, die Fehlentscheidung zu Wolgast zurückzunehmen und nicht die Schließung noch mit Millionen aus dem Landeshaushalt zu vergolden.

 CDU und SPD halten am eingeschlagen Kurs fest. „Aussagen, wie ‚die fachärztliche Notfall-Versorgung von Kindern in der Region Usedom/Wolgast ist nicht mehr gewährleistet‘ weise ich entschieden zurück“, sagt Detlef Lindner, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. „Denn sowohl das Krankenhaus Wolgast hat eine Notfallmedizin, die im Übrigen weiter ausgebaut werden soll, als auch die Krankenhäuser in Anklam und Greifswald.“

„Es darf nicht vergessen werden, dass nicht die Landesregierung, sondern die an der Versorgung beteiligten Krankenhäuser in Wolgast und Anklam dringend erforderliche Strukturänderungen angezeigt haben“, sagt Julian Barlen, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. „Bei den anschließenden Beratungen und der letztlichen Vereinbarung ging es allen Beteiligten darum, durch kluge Schwerpunktsetzung die Gesundheitsversorgung und die Krankenhausstandorte langfristig zu gewährleisten.“ So soll die sogenannte Neuordnung die Krankenhäuser in der Region langfristig stabilisieren. Nur so könne ein "ruinöser Wettbewerb und damit ein Sterben einzelner Krankenhausabteilungen verhindert werden.“

Von Steinke, Kay

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