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Gute Arbeitsplätze fördern Zusammenhalt der Region

Stolpe Gute Arbeitsplätze fördern Zusammenhalt der Region

SPD-Direktkandidat Falko Beitz (Wahlkreis 30) fühlt sich dem ländlichen Leben und den Sorgen der Menschen verbunden

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Gemeinsam mit seinem Großvater hat Falko Beitz diesen Deutz-Traktor von 1960 „wieder in die Gänge gebracht“.

Quelle: privat

Stolpe. „Auf dem Sofa sich rekelnd kann man nichts bewegen.“ Den Satz spricht Falko Beitz (29) aus, wenn man den SPD-Direktkandidaten nach den Gründen für seine politische Umtriebigkeit fragt. Und das gelte in der großen gesellschaftlichen Dimension wie im kleinen Dorf. Beitz muss es wissen, denn er ist in Stolpe am Haff zu Hause, sein Opa war Landwirt. Und der Enkel fühlt sich dem Wohl und Wehe des Dorfes wie der Dörfler verbunden, auch in den Nachbarorten. Als Vize-Bürgermeister vermag er – immer gemeinsam mit anderen Ehrenamtlern, Unternehmern und politischen Freunden – an der einen oder anderen Schraube erfolgreich zu drehen.

Das würde er künftig auch allzu gern auf Landesebene tun. Schließlich biete die schönste Region Deutschlands nach außen hin ein nahezu paradiesisches Bild. Doch beim genaueren Hinschauen könne man genug Probleme entdecken: Die Lohngestaltung führe unmittelbar oder indirekt zum Abwandern von immer mehr jungen Leuten. Es fehle an wirklich guten (und auskömmlich finanzierten) Arbeitsplätzen, die wiederum das Selbstwertgefühl und den Zusammenhalt der Menschen in der Region befördern würden. „Und schließlich: Wer hier leben will, braucht entweder ein Eigenheim oder viel Geld für eine Mietwohnung, die leider immer teurer wird. Deshalb gilt auch für Usedom: Wir müssen den sozialen Wohnungsbau unbedingt fördern“, sagt Beitz, ganz auf sozialpolitischer Linie seiner Partei. Gleiche Renten in Ost und West und mehr aktive Betriebsräte auf Usedom, die Arbeitnehmerinteressen wahrnehmen, schiebt er als Wunsch und Arbeitsziel gleich hinterher.

Seine Erfahrungen im Wahlkampf zwischen Haff, Peenestrom und Ostsee: Viele Menschen seien überrascht, direkt angesprochen zu werden und ihre Sorgen offen zu formulieren. Doch das Eis breche schnell, der Dialog bringe auch Beitz selbst neue Sichtweisen und Kontakte, sei ein Gewinn für den jungen Akademiker. Dabei versuche er, beim Gegenüber nicht mit billigen Losungen zu punkten. Sich politisch erfolgreich um Menschen zu kümmern, das bedeutet für Beitz, gut nachzudenken und den besten Weg zu erkunden, der am Ende Lösungen bietet. „Man muss miteinander reden, zuhören und vorankommen.“

Im Ringen um die Ortsumgehung Wolgast UND die zweite Schienenanbindung Usedoms via Karniner Brücke zeigt der Kandidat, dass eine intakte, verbesserte Infrastruktur für ihn auf der deutsch-polnischen Insel ein ganz großer Arbeitsschwerpunkt ist. Den Personennahverkehr gelte es weiter auszubauen, für die gerade aktuellen Neuerungen des erweiterten Angebotes der UBB mit ihren Linienbussen findet er Lob.

Sich der demokratisch gebildeten Haltung gegen die geplante Erdgasförderung in Heringsdorf anzuschließen, ist für den SPD-Mann selbstverständlich. Der Tourismus müsse absoluten Vorrang haben, davon würden hier schließlich fast alle leben.

Biographisches

Geboren am 10. Dezember 1986 in Wolgast, ist Falko Beitz in Usedom und Heringsdorf zur Schule gegangen, hat sein Abitur gemacht und anschließend in Greifswald Politikwissenschaft und Geschichte studiert, 2011 den Bachelor-Abschluss erreicht.

Er entstammt einer Stolper Familie in der dritten Generation, hat 1998 ein großes Familienhaus mit gebaut.

Beitz trat 2007 der SPD bei, weil er sich den Grundwerten dieser Partei verbunden fühlte und dies bis heute tut. Im Jahr 2008 wurde er in den Ortsvereinsvorstand gewählt, später zum Vize-Chef. Er ist zudem Geschäftsführer der Fraktion SPD/Grüne im Kreistag von Vorpommern-Greifswald.

Steffen Adler

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