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„Ich mag Leute nicht, die nur herummeckern“

Neppermin „Ich mag Leute nicht, die nur herummeckern“

Karl-Heinz Schröder (CDU) fühlt sich fit und erfahren genug, um mit 64 Jahren im Landtag noch kräftig mitzumischen

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Auf der Koserower Seebrücke: Karl-Heinz Schröder mag Usedom, weiß aber auch, dass es noch viel zu tun gibt.

Quelle: Steffen Adler

Neppermin. Der CDU-Kandidat für das Direktmandat im Wahlkreis 30 weiß, dass es nicht jeder leicht mit ihm hat. Seine direkte Art, klare Meinung zu verschiedensten Problemen und Verbundenheit mit der Region ließen ihn aber zum „politischen Macher“ für die Region werden. Karl-Heinz Schröder hat auf der Haben-Liste eine Menge Vorzeigenswertes stehen: vom Feininger-Radweg über den Rumpott-Markt bis zur Dünenpromenade von Kölpinsee. Selbst bei der bevorstehenden Sanierung bzw. dem Neubau der Koserower Seebrücke hatte und hat der Bürgermeister von Neppermin und Amtsvorsteher seine „Finger mit im Spiel“.

„Man muss dran bleiben“, könnte man sein Arbeitsmotto beschreiben. Und das will er auch, falls er (erstmals) in den Schweriner Landtag einziehen sollte. Zu tun sei genug, besonders in der touristischen und Verkehrsinfrastruktur. Radwege sind seine Leidenschaft, da lässt er nicht los, auch wenn die zu bohrenden Bretter äußerst dick und widerspenstig sind. Shuttlebusse wie in Ückeritz findet er gut. Und die Bundeswasserstraßen Achterwasser und Stettiner Haff dürften keineswegs, wie vom Bund vorgesehen, renaturiert werden. „Was wird dann aus unseren Wassertouristen?“, fragt er. Die Usedomer Bäderbahn müsse weiter entwickelt werden, am allerbesten durchgängig zweigleisig. Und um ausreichend Arbeitskräfte für die bestimmende Branche des Nordostens zu sichern, „brauchen wir dringend eine Hotelfachschule“.

Damit Projekte wie die genannten auf Usedom und in Wolgast landespolitisch auf den Weg gebracht werden, würde er notfalls auch in seiner Fraktion und gegen Mecklenburger Mehrheiten streiten. „Ich lasse mich nicht so leicht einnorden, wie manche glauben“, sagt Schröder, der im Falle eines Wahlerfolges seine Jobs als Amtsvorsteher und Bürgermeister dennoch weiterführen will.

„Ich hasse Motzkis, mag Leute nicht, die nur herummeckern“, versichert der Christdemokrat. Und fügt hinzu: „Wenn ich kann, dann helfe ich auch.“ Im Wahlkampf, der ihm körperlich wie mental ganz schön zusetzt, helfen ihm viele. Seine Familie, Parteifreunde, aber auch andere Partner. Das freut ihn, sieht er doch darin sein eigenes Engagement gewürdigt.

Klar kommen im Moment seine Hobbys wie Fotografieren, Golf und Skat spielen, zu kurz. Dafür hat er eine neue Leidenschaft entdeckt. Schröder ist Mitglied des Usedomer Shantychores geworden, singt zum Beispiel an diesem Wochenende in Freest und Loddin bei Auftritten mit. „Das macht mir richtig Spaß, auch wenn ich die Texte noch ablesen muss.“ Bleibt abzuwarten, ob das ein kluger Schachzug im Wahlkampf ist oder wirklich eine Freizeitbeschäftigung mit Perspektive. Gefragt danach, lacht er und bittet um Verständnis. „Ich muss leider los, zur Schiffsfahrt mit den Senioren der Volkssolidarität.“ Da ist er auch Mitglied und stellt sich an Bord den Fragen der (potenziellen) Wähler – er will eben dran bleiben. Steffen Adler

Biografisches

Geboren ist Karl-Heinz Schröder 1951 in Heringsdorf. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder sowie einen Enkel. Die Zehn-Klassen-Schule hat er in Lassan besucht, auf der Wolgaster Peene-Werft Schiffselektriker gelernt und sich zum Meister qualifiziert. Er war Betriebsrat und hat den Golfplatzbau in Balm mitgestaltet.

In der CDU parteipolitisch engagiert ist er seit 1982, er war Gemeindevertretervorsteher und ist ehrenamtlicher Bürgermeister sowie Amtsvorsteher von Usedom-Süd. Viele Jahre war er auch Wehrführer in Neppermin.

OZ

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