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Loddiner ziehen Gewerbesteuern an

Loddin Loddiner ziehen Gewerbesteuern an

Im Gemeindehaushalt fehlen 200 700 Euro: Ein Haushaltssicherungskonzept muss her.

Loddin. Das Ende der Kameralistik hat die Finanzlage der Gemeinde in Loddin erheblich verschlechtert. Mit Einführung der Doppik 2012 und den damit einhergehenden Abschreibungen wurde die Finanzierung der anstehenden Aufgaben immer schwieriger. Bürgermeisterin Lorina Bremer erklärte zur jüngsten Gemeindevertretersitzung, dass im Ergebnishaushalt im Jahr 2014 zwischen den Erträgen (1 155 600 Euro) und Aufwendungen (1 356 300 Euro) ein Finanzloch von 200 700 Euro klafft. Dass sei der Grund dafür, dass die Gewerbesteuer von 260 auf 280 Prozent erhöht werden müsse, so die Bürgermeisterin: „Die Politik verlangt von uns, zu allererst bei den Steuern anzusetzen.“ Schweren Herzens habe sich die Gemeindevertretung zu der moderaten Steigerung durchgerungen. Grundsteuer A und B bleiben konstant.

Als positiv sei bei der Haushaltsplanung ins Gewicht gefallen, dass die Amtsumlage 2014 auf 19,25 Prozent gesunken sei. „Damit stehen uns 20 000 Euro mehr zur Verfügung. Es wäre schön, wenn wir das auch von der Kreisumlage behaupten könnten“, sagte Bremer.

Da auf lange Sicht absehbar sei, dass Loddin keinen ausgeglichenen Haushalt besitzt, muss jetzt ein Haushaltssicherungskonzept erarbeitet werden. Dennoch kann in Loddin 2014 über die geplante Promenade hinaus investiert werden. Ohnehin werden die Eigenkosten für das 3,7 Millionen teure und großzügig geförderte Dünenbauwerk zwischen den Ortsteilen Kölpinsee und Stubbenfelde aus dem Eigenbetriebshaushalt finanziert.

In der Triftstraße wird für rund 9000 Euro ein neuer Löschwasserbrunnen gebaut, der letzte in der Gemeinde. Die Neuanschaffung von zwei dringend notwendigen digitalen Funkgeräten für die Freiwillige Feuerwehr kostet 4200 Euro. 2000 Euro werden für zwei Infrarotheizer in der Trauerhalle bezahlt.

„Die nächsten Ausgaben sind auch schon in Sicht: Am Feuerwehrauto ist eine Pumpe kaputt“, gab Lorina Bremer die gerade eingetroffene Nachricht aus der Wehr bekannt.

Dennoch soll es an den freiwilligen Aufgaben vorläufig keine Abstriche geben. 250 Euro zahlt die Gemeinde jedem Neugeborenen und leistet sich auch weiterhin den Jugendclub. „Auch an der Heimat- und Kulturpflege und an der Tourismusförderung soll es keine Abstriche geben, sonst sparen wir uns noch kaputt“, sagt die Bürgermeisterin im Hinblick auf die finanzielle Abwärtsspirale.

Angelika Gutsche

 



OZ

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