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Merkels Wagen in Vorpommern mit Tomaten beworfen

Wolgast/Strasburg Merkels Wagen in Vorpommern mit Tomaten beworfen

Rund 150 teilweise rechte Demonstranten haben die Kanzlerin im ostvorpommerschen Wolgast mit Pfiffen und Buhrufen empfangen. Sie wirbt für ihre Politik und übt Kritik an der umstrittenen Kreisgebietsreform in Mecklenburg-Vorpommern.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei ihrer Ankunft in Wolgast.

Quelle: Hannes Ewert

Wolgast/Strasburg. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist bei einem Wahlkampfauftritt in Vorpommern von etwa 150 überwiegend rechten Demonstranten mit Pfiffen und Buhrufen begrüßt worden. Ihr Auto wurde bei der Einfahrt zu der Veranstaltung in Wolgast am Freitagabend mit Tomaten beworfen, wie die Polizei mitteilte. Immer wieder tönten „Hau ab, hau ab“-Rufe. Die Demonstranten, darunter NPD- und AfD-Anhänger, hatten sich vor der Halle versammelt, in der die CDU-Bundesvorsitzende anschließend sprach.

Rund 150 teilweise rechte Demonstranten haben die Kanzlerin im ostvorpommerschen Wolgast mit Pfiffen und Buhrufen empfangen. Sie wirbt für ihre Politik und übt Kritik an der umstrittenen Kreisgebietsreform in Mecklenburg-Vorpommern.

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Die Kanzlerin war bereits bei einem Auftritt am Dienstag in Heidelberg mit Tomaten beworfen worden. Am Mittwoch wurde ihre gesamte Rede im sächsischen Torgau mit Buhrufen, Pfiffen und Hupen massiv gestört. Wolgast liegt im Bundeswahlkreis 16, in dem die AfD bei der Landtagswahl vor einem Jahr drei Direktmandate gewonnen hatte und auch jetzt wieder auf ein hohes Abschneiden hofft.

Merkel nahm dort vor mehreren hundert Zuhörern Bezug zu den Protesten vor der Halle. „Da gibt es einige, die pfeifen und schreien. Ich glaube nicht, dass das ausreicht, um Deutschland voranzubringen.“ Auch in der Halle gab es vereinzelte Zwischenrufe wie: „Wo ist das Christliche in ihrer Partei?“

Merkel appellierte an die Zuhörer, zur Wahl zu gehen und für die CDU zu stimmen. „Man wird nicht für vergangene Verdienste gewählt. Aber man kann sehen an den Arbeitslosenzahlen, dass wir einiges erreicht haben“, rief sie. Zur künftigen Herausforderung sagte Merkel: „Es ist nicht gottgegeben, dass wir noch in zehn Jahren die besten Autos der Welt bauen.“

Auch die umstrittene Kreisgebietsreform in Mecklenburg-Vorpommern sprach sie an: „Es wird nicht immer alles besser, wenn man weiter zentralisiert.“

Im uckermärkischen Strasburg (Kreis Vorpommern-Greifswald) hatte Merkel zuvor erklärt, sie sei dafür, mehr staatliche Institutionen in ländlichen Regionen anzusiedeln. Das sei nötig, um gleichwertigere Lebensverhältnisse herzustellen, erklärte sie am Freitag vor rund 1000 Zuhörern. Die Lebensbedingungen in Deutschland seien so unterschiedlich wie noch nie, erklärte Merkel. „In Großstädten finden sie keine Wohnung mehr, in ländlichen Regionen finden sie keinen Arzt.“

Der Auftritt in Strasburg mit dem 24-jährigen Wahlkreiskandidaten Philipp Amthor war der dritte Auftritt im Nordosten am Freitag. Dieser Wahlkreis 16 wird zu den besonders umkämpften Regionen gezählt, in denen die AfD auch große Chancen hat.

Merkels Rede in einer Sporthalle wurde nur einmal kurz mit Pfiffen und „Merkel muss weg“-Rufen unterbrochen. Vor der Halle protestierten bei ihrer Ankunft etwa 25 Linke und einige NPD-Vertreter mit Trillerpfeifen. Bei ihrer Abreise demonstrierten nach Angaben der Polizei rund 200 Gegner an der Sporthalle gegen Merkel.

dpa

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