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So könnte Koserow günstig aufgepeppt werden

Zirchow So könnte Koserow günstig aufgepeppt werden

Studenten der BTU Cottbus untersuchten das Ostseebad eine Woche lang

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Gäste und Gastgeber vorm Koserower Hotel „Nautic“. Studenten und Mitarbeiter sowie Professor Heinz Nagler (vorn hockend links) von der Brandenburgischen Technischen Universität aus Cottbus bilanzieren einen einwöchigen, erfolgreichen Workshop in Koserow. Das Bernsteinbad verbindet mit Cottbus, vor allem aber mit dem Stadtteil Ströbitz, eine langjährige freundschaftliche Beziehung, von der beide Seiten profitieren.

Quelle: Foto: Steffen Adler

Zirchow. Wie sich das Bernsteinbad an der schmalsten Inselstelle weiter attraktiv entwickeln kann, haben kreative Gäste der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg in der vergangenen Woche erarbeitet. Studenten – allesamt beschäftigen sich mit Architektur und Stadtplanung – sowie Mitarbeiter um Professor Karl-Heinz Nagler nahmen den Ort zwischen Ostsee und Achterland in den Fokus, um in mehreren Einzelprojekten Ideen und Vorschläge zu entwickeln, wie es in Erweiterung des Planungsmodells „Koserow 2020“ weitergehen könnte. Immer unter dem Aspekt, dass Außenstehende mit unverstelltem Blick vielleicht andere Sicht- und Herangehensweisen einbringen können als Einheimische, die – wie es Kurdirektorin Nadine Riethdorf selbstkritisch zugab – irgendwann betriebsblind werden.

Als ein Beispiel von Vorschlägen, die relativ schnell umsetzbar und nicht mit hohen Kosten verbunden sind, stellten die Lausitzer die Neusortierung von Gestaltungselementen im Ort vor. In die unterschiedlichen Varianten von Sitzbänken, Straßenlampen, Papierkörben usw. sollte Struktur einziehen, etwa derart, dass zentrale Straßen, die zwischen Ortslage und Promenade allesamt zum Strand führen, mit weißen Exemplaren ausgestattet werden. Das undurchsichtige Labyrinth von Wegen und Straßen im Bereich des Seebrückenvorplatzes gelte es zu entzerren. Die Ortseingänge verdienen dringend mehr Aufmerksamkeit, um Ankommende sofort neugierig und verliebt in das Seebad zu machen. Bei der Zufahrt zum Kreisel, der mit Segeln bestückt werden könnte, sollten zusätzliche Bäume einen Alleecharakter erzeugen. „Etwas von den Rändern her zu denken, bringt unter Umständen ganz neue Perspektiven“, beschrieb Prof. Nagler die Herangehensweise.

Ein visionäres Vorhaben ist hingegen zwischen Promenadenweg und Ortsbebauung einen Kurwald Koserow anzulegen. Mit einem zusätzlichen Weg, Gestaltungselementen wie Klangschalen, Ruhepunkten, Licht- und Schattenspielen. Das hätte ebensolchen Charme wie ein hölzerner, als Steg ausgelegter Rundweg über das Achterwasser, an dem bis dato ziemlich autark mehrere kleine Häfen existieren, die Urlaubern kaum Möglichkeiten einräumen, sich in dieser Idylle zu entspannen. Hier sei zwar behutsames Vorgehen angesagt, doch bedeute dies nicht, ein für alle Mal alles beim Alten zu belassen. Die Studenten sprachen von Vorschlägen für die Erweiterung des Rundweges, vom Anlegen einer Skaterpiste, die sich für die neue Straße zum Forsthaus Damerow bereits anbietet, von der weiteren Gestaltung des Seebrückenvorplatzes und von ihren Vorstellungen für das neue Brückenbauwerk, mit dessen Bau ja möglichst noch in diesem Jahr begonnen werden soll.

Bürgermeister René König und Amtsvorsteher Karl-Heinz Schröder waren von der Ideenvielfalt der Cottbuser genauso begeistert wie die Kurdirektorin. Hotelchef Thomas Wellnitz kündigte an, die vorgeschlagenen Visionen wie kurzfristig machbare Vorschläge schnell im zuständigen Entwicklungsausschuss zu diskutieren. „Wir werden dann entscheiden, womit wir rasch beginnen“, so Wellnitz. Die Gäste ihrerseits waren voll des Lobes für „überaus aufmerksame und liebenswerte Gastgeber.“ Daher sei es klar, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt werde. Immerhin bietet sie den Studenten eine praxisorientierte Arbeitsmöglichkeit und der Gemeinde eine Ideenvielfalt, die bei externen Profis viel Geld kosten würde. Und ein besonderes Leckerli zum Schluss: Mit einer süßen kleinen Bernsteinhexe könnte Koserow (endlich) auch ein typisches Maskottchen erhalten.

Steffen Adler

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