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„Usedom könnte Bäderdienst für Ärzte einrichten“

Heringsdorf/Anklam „Usedom könnte Bäderdienst für Ärzte einrichten“

Landtagskandidatin Katharina Feike (SPD) aus Heringsdorf will das Direktmandat im Wahlkreis 29 holen

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Katharina Feike am Nepperminer See: Hier verbringt die Sozialdemokratin von der Insel Usedom viel Freizeit.

Quelle: Henrik Nitzsche

Heringsdorf/Anklam. Sie hat zum ersten Mal einen Bogen gespannt. Und ist begeistert, wie die Pfeile beim Anfängerkurs in Anklam „abzischen. Das ist voll mein Ding“, sagt Katharina Feike und vergleicht das mit der Politik: „Bogenschießen ist für mich Geradlinigkeit. So halte ich es auch in der kommunalen Arbeit. Auch wenn man nicht sofort zum Ziel kommt, sollte man über Umwege dennoch das Ziel im Auge behalten.“

Ihr Ziel ist klar: Am 4. September will sie für die SPD in den Landtag einziehen. Sie tritt im Wahlkreis 29 (Stadt Anklam, die Ämter Anklam-Land, Landhagen und Züssow) an. Obwohl sie eine waschechte Usedomerin ist, sieht sie ihre politische Heimat in Anklam. Seit 2008 ist sie dort aktiv, seit 2011 Mitglied im Landtag. Anklam, Schwerin, Insel Usedom – die gebürtige Heringsdorferin verbringt viel Zeit auf der Straße. „Während der Autofahrt höre ich am liebsten die Beatles“, sagt Katharina Feike, die vor genau zehn Jahren den Sozialdemokraten beigetreten ist. Das verdanke sie damals Mitgliedern des Wolgaster Chors, in dem sie sang. Von da an startete ihre politische Karriere. Sie studierte Jura und Politikwissenschaften, engagierte sich in zahlreichen Bürgerinitiativen, war Fraktionsgeschäftsführerin der SPD-Kreistagsfraktion Ostvorpommern und ist in Ausschüssen des Landtages. „Klar, wir setzen viele bundespolitische Themen auf Landesebene um, dennoch habe ich nie den Blick in die Region vernachlässigt“, betont die 39-Jährige. Eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen sei eine wichtige Aufgabe für die kommende Legislaturperiode. „Das könnte mit einer Neuverteilung von Ämteraufgaben funktionieren. Was leistet künftig das Land und was der Kreis?“, sieht sie in der Struktur durchaus Einsparpotenzial.

Speziell für Usedom hält sie weiter an der seit Jahren immer wieder auftauchenden Forderung – „Eine Insel – eine Gemeinde“ – fest. Die ärztliche Notfallversorgung auf Usedom steht nach der Schließung mehrerer Abteilungen im Wolgaster Krankenhaus ebenfalls auf ihrer Agenda. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir in der Saison auch für Ärzte einen Bäderdienst auf Usedom einrichten. Von der Greifswalder Uniklinik könnten Mediziner im Sommer hier ihren Dienst machen“, regt die Mutter einer vierjährigen Tochter an. Und dann will sie unbedingt das Image von Anklam aufpolieren. Ihre Stadt werde oft „in die braune Schmuddelecke“ gestellt. „Wenn ich bundesweit unterwegs bin und Parteifreunden erzähle, dass mein Wahlkreis Anklam ist, fragen sie mich, ob ich zwangsversetzt wurde. Ich lade sie dann ein und zeige ihnen mein Anklam mit der Innenstadt und Nikolaiirche.“

Ihren Ausgleich am Wochenende findet sie im Straußenpark Pudagla, den sie von den Eltern übernommen hat. „Hier gibt es Lamas, die einen auch anspucken. Aber das passiert ja auch im Job“, spannt Katharina Feike den Bogen zur Politik. Henrik Nitzsche

Biografisches

Katharina Feike wurde am 5. September 1976 in Greifswald geboren. Sie besuchte die Polytechnische Oberschule Bansin und die Gymnasien in Heringsdorf und Wolgast, studierte danach Staats- und Rechtswissenschaft an der Universität Greifswald und absolvierte dort auch das Magisterstudium der Politikwissenschaft.

Seit 2007 ist sie Mitglied des SPD-Landesvorstandes Mecklenburg-Vorpommern. Vier Jahre später zog sie in den Landtag ein. Sie ist Mitglied der Bürgerinitiative „Kein Deichrückbau im Inselnorden“.

Seit 2015 gehört sie dem Präventionsrat der Insel Usedom an.

OZ

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