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Usedom Polnischer Orden für deutschen Brückenbauer
Vorpommern Usedom Polnischer Orden für deutschen Brückenbauer
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00:00 24.06.2017

Manfred Schukat aus Anklam hat den polnischen Verdienstorden der Woiwodschaft Ermland und Masuren (Warmia i Mazury) erhalten. Die Verleihung erfolgte am 17.

Der Geehrte und die Ehrung: Manfred Schukat (r.) nahm die Urkunde von Miron Sysk, Vize-Marschall der Wojewodschaft Ermland/Masuren, und Wiktor Marek, Minderheitsbeauftragter für Ermland/Masuren entgegen. Daneben: Heinrich Hoch, Vorsitzender des Dachverbandes der Deutschen Vereine. Quelle: Foto: Günter Manthei

Juni – drei Tage vor dem Weltflüchtlingstag. Schukat organisiert unter anderem die regelmäßigen Treffen von Vertriebenen in Anklam, die traditionell im örtlichen Volkshaus stattfinden und an denen stets mehrere hundert Gäste aus vielen Regionen Vorpommerns teilnehmen.

Während des 26. Sommerfestes der deutschen Minderheit in Osterode (Ostróde) in Polen ehrte vor fast 1000 Besuchern der Vize-Marschall Miron Sysk mit der Auszeichnung Manfred Schukats intensives Engagement für die Aussöhnung zwischen Deutschland und Polen. „Mit dieser besonderen Auszeichnung“, die dem Verdienstorden eines deutschen Bundeslandes gleicht, „hatte ich nicht gerechnet“, betonte der fast 74-jährige Anklamer. Schukat ist Vorsitzender der Landsmannschaft Ostpreußen in Mecklenburg-Vorpommern sowie des Kreisverbandes Anklam des Bundes der Vertriebenen (BdV). Auch in Polen hinterließ der Hansestädter Spuren: Die Tradition dieser Sommerfeste begann 1992, als am Bismarckturm in Osterrode „wir als einzige mit Bus anreisten“, erinnerte er.

Seit 1991 schuf Schukat, der 1943 in Gumbinnen/Ostpreußen geboren wurde, Meilensteine der Vertriebenenarbeit, die in der DDR tabu war: Tag der Heimat, Heimattreffen für Ostpreußen, Pommern, Neumärker, Sudeten und Schlesier. Allein 2016 wurde durch den BdV-Kreisverband im Anklamer Volkshaus zu sieben Großveranstaltungen eingeladen, zu denen sich insgesamt etwa 2850 Besucher einfanden.

Busreisen in die verlorene Heimat trugen ebenfalls zu Versöhnung und Verständigung bei. In Schukats Heimat Ostpreußen gingen nach der Wende bereits 120 Fahrten. Einen enormen Aufwand verlangt auch die Aktion „Weihnachtspäckchen für Ostpreußen“, die der Kreisverband alljährlich startet. Jeweils persönlich werden in Memel (Klaipeda) und Heydekrug (Silute/beide in Litauen) etwa 400 Überraschungspakete an die Diakonie-Station „Sandora“ der evangelischen Kirchengemeinde beziehungsweise das Sudermann- Gymnasium in Klaipeda überreicht. Schukat kann erfrischend und herzlich von unzähligen Personen, Episoden und Schicksalen berichten. Niemals haben sich er, die Landsmannschaft Ostpreußen MV und der BdV-Kreisverband von Hass oder Rache leiten lassen.

Günter Manthei

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