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Usedom Pommersche Bibliothek erforscht
Vorpommern Usedom Pommersche Bibliothek erforscht
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00:00 05.12.2017
Greifswald

Am 5. Dezember um 16.30 Uhr spricht Vanessa de Senarclens im Greifswalder Krupp-Kolleg zum Thema „Gedächtnisort und Wissensraum: eine pommersche Bibliothek der Aufklärung“.

Vanessa de Senarclens Quelle: Foto: Eob

Die aus Genf stammende Referentin ist Gastwissenschaftlerin am Krupp-Kolleg. „Ich habe mich in meiner Dissertation mit der französischen und europäischen Aufklärung befasst“, erzählt sie. Der Weg nach Preußen sei gar nicht so weit. Der große Dichter Voltaire lebte zwei Jahre am Hof des Preußenkönigs Friedrich II., um dessen in französischer Sprache verfasste Dichtungen zu verbessern.

Friedrich Wilhelm von der Osten war zeitweise Kammerherr am Hof. Auf ihn geht die „Bibliothek Schloss Plathe“ in Hinterpommern zurück. Die exzellente Sammlung blieb bis zum Einmarsch der Roten Armee 1945 erhalten. Heute gibt es nur noch Reste in Greifswald, Warschau und Lodsch (Lodz).

„Es gibt Kataloge“, erzählt de Senarclens und schwärmt von faszinierenden Funden im Landesarchiv und von der Unibibliothek in Greifswald. Von der Osten besaß Bücher in mehreren Sprachen zu den verschiedensten Gebieten, sammelte Drucke, Handschriften, Münzen zu Pommern und besaß zudem Gemälde der Greifenherzöge. Auch religionskritische Schriften standen in der Bibliothek.

Als Kammerherr kopierte er „verbotene Texte.“ Die deutsche Aufklärung sei voller Peripherien gewesen, zitiert sie einen Kollegen. Gelehrtennetzwerke gab es auch in Pommern. Greifswalder Professoren wie Thomas Heinrich Gadebusch oder Johann Carl Dähnert gehörten dazu. „Sie waren an nützlichem Wissen interessiert“, so die Wissenschaftlerin.

eob

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