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Pommersche Kunstauktion zum Sechsten

Koserow/Heringsdorf Pommersche Kunstauktion zum Sechsten

Der Koserower Galerist Ralf Waschkau will am 14. September im Heringsdorfer „Maritim“-Hotel 232 Kunstwerke versteigern.

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Der vielseitige Heringsdorfer Künstler Klaus Rößler nannte sein Bild in Öl auf Leinwand „Wolgast — Altstadt mit Hafen“.

Koserow. Am 14. September bringt der Koserower Galerist Ralf Waschkau im Kaiserbädersaal des Heringsdorfer „Maritim“- Hotels wieder hochkarätige Kunst aus dem Ostseeraum unter den Hammer. Und dies bereits zum sechsten Mal. Zunächst dienten dem Auktionator das Koserower Hotel „Hansekogge“ und das Theater Blechbüchse in Zinnowitz als Versteigerungsstätten. 2012 bot er erstmals im exklusiven „Maritim“ vor etwa 100 Besuchern 193 Kunstwerke an. Diesmal warten insgesamt 232 Werke darauf, in möglichst spannenden Bietergefechten an den Mann oder die Frau gebracht zu werden.

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„Heimkehr“ heißt diese Arbeit von Edith Dettmann (1898-1987).

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„Anfangs belächelt, hat sich die ,Pommersche Kunstauktion‘ seit 2008 zu einer festen Größe im Kulturkalender Mecklenburg/Vorpommerns entwickelt“, freut sich Waschkau. „Das ganze Jahr über wird Bild für Bild unter der Maßgabe zusammengetragen, an Vergessenes zu erinnern, Vergangenes zu bewahren und zeitgenössischer Kunst ein Forum zu bieten.“

Künstler aus der Ostseeregion standen bisher stets im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe. Und dieser Tradition bleibt Galerist Waschkau auch in diesem Jahr treu. Wieder begegnen den Kunstinteressierten so große Namen wie Lyonel Feininger, einer der bedeutendsten Vertreter der Klassischen Moderne, Paul Müller-Kaempff, Begründer der Ahrenshooper Künstlerkolonie sowie Edith Dettmann aus Stralsund oder der gebürtige Anklamer Konrad Adolf Lattner — zwei herausragende Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Vertreten sind überdies Arbeiten von Moriz Melzer, einem der großen Expressionisten der 1920-er Jahre, und Gustav Wimmer, einem bedeutenden Stettiner Maler. „Sein Werk wurde durch Kriegseinwirkung stark dezimiert“, so Waschkau. „Bilder von seiner Hand sind eine absolute Rarität.“ Eine Bereicherung des diesjährigen Angebotes seien mehrere Arbeiten der so genannten Walter-Kurau Schule, zu dessen Vertretern unter anderem Minna Köhler-Roeber, Willy Gericke, Eva Langkammer, Hans Zank, Otto Manigk oder Karen Schacht gehörten.

Auch bekannte „Usedomer“ dürfen nicht fehlen. Im Angebot ist Kunst von Rosa Kühn, Susanne Kandt- Horn, Vera Kopetz, Otto Niemeyer-Holstein, Klaus Rößler, Hugo Scheele und Walter Womacka. Hingewiesen sei außerdem auf Arbeiten der „Hiddensee-Malerin“ Elisabeth Büchsel, des Barthers Franz Höhne oder Franz Bunkes, der zentralen Gestalt der Schwaaner Künstlerkolonie.

Bereits ab morgen um 10 Uhr können alle Arbeiten in den Galerieräumen des Koserower Kunstsalons in der Karlstraße 3 in Augenschein genommen werden. 14 Tage lang steht Interessierten der Salon bis einschließlich 13. September täglich von 10 bis 18 Uhr offen — bevor am 14.September ab 17 Uhr im Minutentakt der Hammer fällt.

Der Katalog ist da!

232Werke sollen am 13. September während der Kunstauktion unter den Hammer kommen. Viele Arbeiten stammen aus den Ateliers bekannter einheimischer Künstler.

Zur Auktion erscheint in gewohnter Weise ein aufwändig recherchierter Katalog, der Kunstfreunden und Sammlern auch nach der Veranstaltung als Nachschlagewerk dienen kann (Bestellung unter: ☎ 03 83 75/2 40 54).


Aus dem Auktionserlös will der Koserower Kunstsalon auch in diesem Jahr wieder ein soziales Projekt in der Region unterstützen. In den letzten Jahren beteiligte er sich an Projekten der Ostsee-Zeitung, z. B. am Aufbau eines Verkehrs- bzw. eines interkulturellen Gartens in Wolgast.

 

Tom Schröter

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