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Usedom Präsentiert sich das Foyer künftig in Rot oder Türkis?
Vorpommern Usedom Präsentiert sich das Foyer künftig in Rot oder Türkis?
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00:00 18.06.2016
Restauratorin Annekathrin Hippe zeigt, wie sich das Foyer des Großen Saals künftig präsentieren könnte. Quelle: Peter Binder

In welcher Farbe soll sich das Foyer des Theaters der Hansestadt künftig präsentieren? Türkis oder Rot mit einer Goldborte sind momentan die Favoriten für die Räume vor dem Großen Saal. Das Foyer im Erdgeschoss wurde vor einiger Zeit frisch gestrichen. Ob die Farbe in diesem Bereich in Zukunft bleibt, das muss noch entschieden werden.

Rote und türkise Farbfassungen hat jedenfalls die Stralsunder Restauratorin Annekathrin Hippe unter mehreren Schichten an den Wänden vor dem Großen Saal gefunden. „Wir zeigen auf bestimmten Flächen, wie das dann aussehen könnte“, erzählt sie. Das hilft bei Detailentscheidungen. Einig sei man mit den Denkmalpflegern, dass sich der städtische Musentempel möglichst wieder so präsentieren soll wie bei seiner Einweihung vor hundert Jahren. Noch sei vieles Spekulation. Frühere Maler hätten zum Teil sehr gründlich das Werk ihrer Vorgänger beseitigt.

„Wir haben bisher keine alten Aufnahmen des Theaterfoyers in der Literatur oder in Archiven finden können, auf denen die historische Farbigkeit erkennbar ist“, bedauert Annekathrin Hippe. Die Restauratorin hofft aber, dass sich solche Fotografien im Besitz von Greifswalder Familien befinden. Es sei kaum vorstellbar, dass in diesem Ambiente nicht viel fotografiert worden sei, meint sie.

Auch Schwarz-Weiß-Fotos würden helfen, um sich ein Bild zu machen, betont Hippe. „Im Sommer werden wir dann im Großen Saal arbeiten“, berichtet Annekathrin Hippe. Die Untersuchungen der historischen Farbigkeit im Innern des Gebäudes finden im Vorfeld der geplanten Sanierung des Theaters statt. 19,5 Millionen Euro soll die nach jetzigen Schätzungen kosten. Die Hälfte der Summe wird für Bauarbeiten veranschlagt, die andere Hälfte sind Erneuerungen der verschlissenen Technik. Das Land will die Sanierung des Theatergebäudes mit zehn Millionen Euro fördern. Das bestätigte Bauminister Harry Glawe (CDU) auf OZ-Nachfrage Noch liegen allerdings keine detaillierten Pläne zum zeitlichen Ablauf und zur Ausführung vor. Eine gute Sache für die Restauratoren, weil dadurch die Entscheidungen gründlich vorbereitet werden können.

eob

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