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Präventionsrat steckt künftige Arbeitsfelder ab

Koserow Präventionsrat steckt künftige Arbeitsfelder ab

Das Regionalgremium sieht sich in der Pflicht, der zunehmenden Verschmutzung entgegen zu wirken

Koserow. Die Insel gleicht zuweilen — und das an besonders heiklen Punkten — einer Müllhalde. Besonders betroffen sind Parkplätze wie jener an der Zinnowitzer Bahnbrücke, Fahrbahnränder und Waldkanten, Deiche und sogar die Dünen. Grund genug, dass sich der Regionale Präventionsrat jetzt darauf verständigt hat, dem nicht mehr länger untätig zuzuschauen.

 

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Detlef Kern

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„Wir müssen Wege und Mittel finden, um dieser unerträglichen Verschmutzung, egal ob mutwillig oder fahrlässig, ein Stoppsignal zu setzen“, findet Ex-Kripobeamter Detlef Kern, der als Ansprechpartner für die Bürger fungiert und de facto die Geschäfte führt. Dabei ist es mit in der Natur entsorgtem Unrat gar nicht getan. „Schauen Sie sich doch nur die Verkehrs-, Orientierungs- und Werbeschilder an; von Wolgast bis Ahlbeck ist alles zugepflastert mit hässlichen Aufklebern. Von Hansa-Rostock-Fan-Stickern bis zu verunglimpfenden Sprüchen und Graffiti“, erklärt Kern die Situation, die sich auch immer wieder in Leserbriefen unserer Zeitung niederschlägt.

Im Rat kann man sich dazu etwa vorstellen, Schüler mit Prämien für die Klassenkassen zu ermuntern, bei gemeinsamen Einsätzen beispielsweise Aufkleber zu entfernen. „Wir bilden uns eine Meinung dazu und sind offen für weitere Vorschläge“, sagt Kern.

Beim Abstecken der künftigen Arbeitsfelder spielen weitere Themen eine Rolle. Zum Beispiel die Unterstützung eines theaterpädagogischen Präventionsprogrammes an der Grundschule Zinnowitz. Es trägt den Titel „Mein Körper gehört mir“ und soll den Kindern mehr Selbstbewusstsein vermitteln, sich in Konfrontationssituationen zu behaupten. Für unerlässlich hält das Gremium die frühzeitige und umfassende Information der Einwohner, wenn es um die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen geht. Im Visier hat der Präventionsrat die Aufklärung über Drogen und deren Missbrauch sowie Flyer mit Warnhinweisen an Kinder, im Winter ungesicherte Eisflächen nicht zu betreten. „Wir müssen immer sehen, was wir mit unseren bescheidenen Mitteln selbst finanzieren können und wo wir nach Partnern suchen müssen“, erklärt Kern die Vorlaufzeit für solche Vorhaben. Es gelte ausdrücklich: Engagierte Bürger können stets mitwirken.

Kontakt: ☎ 038375/26413; Fax 038375/26444; Email: praeventionsrat@amtusedom.de

Von St. Adler

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