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Usedom Proben für den Ernstfall beim Jugend-Rot-Kreuz-Wettbewerb
Vorpommern Usedom Proben für den Ernstfall beim Jugend-Rot-Kreuz-Wettbewerb
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00:00 30.05.2016
Maggie Timm hat eine Kopfverletzung. Lea Küppers, Gina Balda und Sophia Wiedemann (v.l.) von der Freien Schule in Zinnowitz versorgen sie während der Übung fachgerecht. Quelle: Fotos: Cornelia Meerkatz

Fahrradunfall, Sturz in eine Glasscherbe und gebrochener Arm beim Fußballspielen: Die Mitglieder des Jugend-Rot-Kreuz haben zu tun, um all die Verletzten fachgerecht zu versorgen und zu trösten. Am Sonnabend konnten sie beim Kreiswettbewerb in Greifswald ihr Können und ihr Wissen unter Beweis stellen. Neun Mannschaften von der Wasserwacht aus Greifswald und aus Anklam, aus der Fischerschule, der Arndtschule, der Freien Schule Zinnowitz und den Grundschulen Kemnitz und Dersekow waren zum Wettstreit angetreten.

Der DRK-Nachwuchs aus Greifswald, Zinnowitz, Anklam, Kemnitz und Dersekow stellte am Wochenende in Greifswald sein Können eindrucksvoll unter Beweis

Claudia Brandt, Kreisleiterin des Jugend-Rot-Kreuz, zeigt sich beeindruckt, was die Elf- bis 13-Jährigen schon können. Und sie freut sich, dass durch die Zusammenarbeit des DRK mit den Schulen des Landkreises wieder neue Schüler den Weg zur Jugendorganisation des Deutschen Roten Kreuzes gefunden haben. „Dadurch konnten wir neue Arbeitsgemeinschaften bilden“, erklärt sie.

Filiz Foth und Sarah Unger sowie Leon Werner aus der Greifswalder Fischerschule sind seit einem Jahr dabei: Sarah spielt die in eine Glasscherbe Gefallene und schaut bedröppelt drein. Filiz spricht beruhigend auf sie ein und legt dann einen Verband an. „Ich will mal Altenpflegerin werden, da muss ich das auch können“, sagt die Elfjährige. Karen Wiedemann als Schiedsrichter arbeitet im normalen Leben in der DRK-Kita „Anne Frank“ an der Wolgaster Pestalozzistraße. Sie ist begeistert. Sie hat eine Ausbildung zur realistischen Unfalldarstellung gemacht und kann beurteilen, ob die schauspielerischen Talente der zwölfjährigen Sarah ausreichen. „Sie macht das perfekt“, meint Wiedemann.

Nur wenige Meter weiter hat sich Maggie Timm (8) als Verletzte nach einem Radunfall schminken lassen. Gina Balda spricht sie behutsam an. Dann versorgen sie Lea Küppers und Sophia Wiedemann, legen einen Kopfverband an und schieben ihr vorsichtig eine Decke unter den Kopf. Die Zweit-, Fünft- und Sechstklässler der Freien Schule Zinnowitz sind völlig vertieft in ihre Aufgaben. Die Arbeit im Jugend-Rot-Kreuz macht solchen Spaß, dass es für den 13-jährigen Eric Pascal nur einen Berufswunsch gibt: Rettungssanitäter. Auch die Mitglieder der Anklamer Wasserwacht sind fit. Obwohl sie noch nicht so lange zusammen trainieren, können sie die Baderegeln aus dem Effeff. Die heute elf- und zwölfjährigen Mädchen schwimmen seit dem vierten Lebensjahr.

„Wir nutzen solche Wettkämpfe, um Wissen abzufragen und Fertigkeiten zu vervollkommnen“, schildert Claudia Brandt. Und weil sich alle 50 teilnehmenden Kinder angestrengt haben, werden am Ende alle zu Siegern erklärt. Dafür gibt es eine Urkunde, Grillbratwurst – und jede Menge glückliche Gesichter.

Cornelia Meerkatz

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