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Usedom Prognos-Studie: Landkreis ganz hinten
Vorpommern Usedom Prognos-Studie: Landkreis ganz hinten
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00:00 31.05.2016

Der Zukunftsatlas 2016, eine aktuelle Studie von Prognos, gibt den Menschen im Nordosten wenig Hoffnung für die nähere Zukunft. Namentlich die Einwohner von Vorpommern-Greifswald müssen erneut zur Kenntnis nehmen, dass ihr Landkreis weiter im absoluten Tabellenkeller rangiert: Platz 397 von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten bedeutet wenig Grund zur Euphorie. Auch wenn es den Landkreis Vorpommern-Rügen mit Rang 401 als Vorletzter noch ärger erwischt hat.

Grundlage des jährlich neu ermittelten Index über die Zukunftschancen und -risiken sind 29 Indikatoren aus den Bereichen Demografie, Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Innovation sowie Wohlstand und soziale Lage. Hinzu kommen die Kategorien „Stärke“ und „Dynamik“, die den Leistungs-Ist-Zustand und die Region im Zeitverlauf abbildet. Die Summe aus allen Bewertungen ergibt eine Punktzahl, mittels der wiederum das Ranking erstellt wird.

Während Städte wie München, Stuttgart, Heidelberg und Darmstadt in verschiedenen Kategorien mehrfach unter den „Top ten“ auftauchen, bleibt Vorpommern entsprechend des stabilen Süd-Nord- Gefälles abgeschlagen.

Für den Chef der Jungen Union in Vorpommern-Greifswald ist die Platzierung des Landkreises ein Alarmsignal. Kaum Stärke, dafür hohe Risiken müssten seines Erachtens auch und vor allem Landrätin Dr.

Barbara Syrbe (Linke) zum Handeln animieren. Sie habe es nicht geschafft, den Kreis auf die richtige Bahn zu führen; weder beim Haushalt noch bei der Suche nach einer tragfähigen Zukunftsidee. „Wir brauchen endlich wieder eine Siegermentalität mit Schwung für eine bessere Zukunft“, fordert Philipp Amthor. Jammern und sich wegducken helfe nicht.

Syrbe sieht solche Art von Kritik am Ziel vorbei. „Ich halte von Rankings prinzipiell gar nichts; wenn etwa nach den beliebtesten Tourismusregionen gefragt würde, wären wir ganz vorn mit dabei“, unterstellt sie. Und für den jungen CDU-Kritiker hat sie auch noch einen Seitenhieb parat: „Da Rügen noch schlechter da steht als wir und von Ralf Drescher, also einem CDU-Landrat, geführt wird“, erübrigt sich für sie die parteipolitische Polemik.

Amthor grenzt freilich die Möglichkeiten Syrbes auch ein und sieht daneben das Land stärker in der Pflicht. Deshalb fordere man ja auch einen Staatssekretär für strukturschwache Regionen. Ihm gehe es einfach um eine andere Mentalität in und unter den Vorpommern. Immer abgeschlagen am Ende der Tabelle zu rangieren, ermüde auf Dauer die Menschen und verbreite das Gefühl, Verlierer zu sein. Statt dessen brauche es dringend mehr Optimismus.

Steffen Adler

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