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Usedom Projekt Großküche in der Warteschleife
Vorpommern Usedom Projekt Großküche in der Warteschleife
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00:00 23.01.2018
Das Team der Hufeland-Kantine hat täglich gut zu tun. Am besten gehen Schnitzel und Bauernfrühstück sowie die gemischte Fischplatte. Im Bild Christian Schieweck, Yves Goltze, Jens Lehnert, Jan Schumacher und Christian Uecker (v.l.). Quelle: Fotos: Tom Schröter

Wolgast/Bannemin Schon seit etwa drei Jahren wollen Yves Goltze (49) und Jan Schumacher (37) unternehmerisch expandieren. Die Betreiber der Wolgaster Hufeland- Kantine planen an der Bundesstraße 111 in Bannemin den Bau einer Großküche mit Kantine, um von hier aus ihre Kunden auf der Insel Usedom unter anderem mit Mittagessen zu beliefern. „Wir haben das Grundstück und die Zustimmung der Gemeinde Mölschow. Auch die Finanzierung für unser 400000 Euro teures Vorhaben steht. Wir könnten also eigentlich loslegen“, sagt Yves Goltze. „Was nicht geklärt ist, ist die Abwasser-Entsorgung. Die Kläranlage in Zinnowitz hat keine Kapazitäten mehr frei und muss erst erweitert werden“, beschreibt er das Dilemma.

Dietmar Sittig, beim Zweckverband Wasserversorgung & Abwasserbeseitigung Insel Usedom mit Sitz in Ückeritz für technische Planung und Investition zuständig, bestätigt dies. Das Zinnowitzer Klärwerk am Neuendorfer Weg arbeite an seiner Kapazitätsgrenze. „Die Erweiterung der Anlage ist in der Planung. Auch die Finanzierung über Fördermittel muss noch abgesichert werden“, so Sittig. Aufgrund der momentanen Situation seien sämtliche Bebauungspläne im betreffenden Bereich gestoppt worden. Die Kläranlage Zinnowitz, soll für neun Millionen Euro von derzeit 20000 auf 35000 Einwohnergleichwerte ertüchtigt werden (die OZ berichtete). Bis zur Umsetzung dieses Mammut-Vorhabens befinden sich die Wolgaster Kantinen-Betreiber also in der Warteschleife.

Dabei laufe der Betrieb der Küche sehr gut. „Wir kochen etwa 700 Essen pro Tag, beliefern mehrere Kitas und Schulen der Region und viele private Kunden im Umkreis von etwa 40 Kilometern“, berichtet Yves Goltze. Hinzu kämen ein vitales Catering-Geschäft sowie ein reger Betrieb in der Kantine. „Deftige Hausmannskost“, so erklärt Jan Schumacher, „ist besonders beliebt.“ Die Renner seien Schnitzel, Bauernfrühstück und gemischte Fischplatte. Schon am Morgen finden sich im Gastraum an der Hufelandstraße die ersten Besucher ein. „Wir fühlen uns hier sehr gut aufgehoben“, erklärt Jürgen Krause, der zu jener zünftigen Herrenrunde gehört, die sich hier allmorgendlich trifft, um bei Kaffee und Tee die Neuigkeiten auszutauschen. „Unsere Runde besteht schon seit 15 Jahren“, berichtet Dieter Schulz.

Wir sind schon mehrfach umgezogen – vom Imbisswagen am Fischmarkt zum Familienzentrum, dann zum Türken an der Chausseestraße und vor fünf Jahren zur Hufeland-Kantine.“ Zusätzlich schweißt das regelmäßige Bowling im Sportforum die Rentner-Truppe zusammen.

Die Betreiber sind froh über den Zuspruch. „Wir könnten sogar noch bis zu 200 Essen mehr pro Tag zubereiten“, sagt Yves Goltze. „Was wir unbedingt brauchen, ist mehr Platz.“ Inzwischen sind zehn Mitarbeiter in der Hufeland-Kantine beschäftigt. Fünf Autos gehören zur hauseigenen Flotte. Jan Schumacher lädt auch regelmäßig in Wolgast zur Sportforum-Tanznacht ein, die ebenfalls sehr gut angenommen wird. Die nächste, nunmehr fünfte Party soll am 31. März im Sportforum steigen.

Tom Schröter

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