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Radweg zu Marktkauf rückt nach oben

Greifswald Radweg zu Marktkauf rückt nach oben

Der Wirtschaftsausschuss des Landkreises hat auf Antrag von Axel Hochschild (CDU) den Radweg von Greifswald zum Einkaufzentrum Neuenkirchen hochgestuft.

Greifswald. Der Wirtschaftsausschuss des Landkreises hat auf Antrag von Axel Hochschild (CDU) den Radweg von Greifswald zum Einkaufzentrum Neuenkirchen hochgestuft. Hinter den Radwegen von Dargen nach Stolpe und B 110-Karnin-Usedom rückt er auf Rang 3 vor. Ausschlaggebend dafür ist die Einstufung als Schulweg. Auf Platz 4 folgen jetzt Butzow-Anklam, Wilhelmsburg-Ferdinandshof und die Sanierung des Radwegs Torgelow-Liepgarten.

Wie Burkhard Preißler, Leiter des Amtes für Kreisentwicklung, erläuterte, erfolgte die Einstufung nach Kriterien wie der Zahl der Pkw auf der Straße neben dem begleitenden Radweg. Auch die Einstufung als Schulweg gehört dazu. Neuenkirchen-Greifswald lag zuvor auf gleicher Stelle wie Helmshagen-Potthagen, Brünzow-Wusterhusen, Bossin-Zirchow auf Usedom und Butzow-Spantekow. Alles in allem würden diese Radwege nach aktueller Kostenschätzung 11,5 Millionen Euro kosten.

Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Waldemar Okon (Grüne), ein Planungsexperte, rügte aus fachlicher Sicht die Prioritätenliste. „Der Aspekt der Daseinsvorsorge fehlt“, sagte er. Dazu gehöre das Einkaufen wie bei den Geschäften rund um Marktkauf. Für Vizelandrat Jörg Hasselmann (CDU) ist die Einbeziehung so eines Kriteriums schwierig. Auch für den Weg von Butzow nach Anklam könne man beispielsweise mit der Bedeutung fürs Einkaufen argumentieren Für Joachim Saupe (CDU) hat die Prioritätenliste etwas von „Wünsch Dir was“. Bis die Liste abgearbeitet sei, würden die Preise fürs Bauen deutlich höher sein als jetzt. Und der Kreis ist chronisch klamm. Elf Mal bat Vorpommern- Greifswald 2015 vergeblich um sogenannte Sonderbedarfszuweisungen, um die Eigenanteile für geförderte Baumaßnahmen zusammenzubekommen, informierte Preißler.

Vorpommern-Greifswald besitze rund 800 Kilometer Kreisstraße, führte er aus. „Wir bekommen realistischerweise vom Land pro Jahr eine Förderung für vier bis sechs Kilometer Kreisstraße“, sagte er. Um den jetzigen Zustand zu erhalten, müssten jährlich etwa 23 Kilometer grundsaniert werden. „Das heißt der Reparaturstau wächst weiter.“ Der Fördertopf für Kreisstraßen ist der gleiche wie für straßenbegleitende Radwege, da müsste als umgeschichtet oder andere Fördertöpfe erschlossen werden, so Preißler. eob

OZ

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