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Usedom Radwegsanierung auf Usedom kommt voran
Vorpommern Usedom Radwegsanierung auf Usedom kommt voran
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15:35 28.11.2018
Demnächst sollen die Baumstümpfe an der B 110 zwischen Usedom und Mellenthin entfernt werden. Quelle: Rainer L. Hein
Mellenthin

Radfahren gehört für viele Touristen zu den liebsten Beschäftigungen während des Urlaubs. Einen großen Grund zur Freude haben die Freizeitsportler, denn im kommenden Jahr soll das Usedomer Radwegenetz an einigen Punkten wesentlich verbessert werden. Drei große Großprojekte sind derzeit in Planung bzw. in finaler Vorbereitung.

Zu dem wohl größten Vorhaben gehört der Radwegneubau zwischen der Stadt Usedom und der Gemeinde Mellenthin. Bislang mussten die Radfahrer ihre Strecke immer mit den Autofahrern teilen. Dabei kam es zu teils sehr gefährlichen Situationen. Damit der Radweg gebaut werden kann, wurden nördlich der Bundesstraße in den vergangenen Wochen hunderte Bäume gefällt. Vor knapp einem Jahr war der Kampfmittelräumdienst im Einsatz. „In der Vorwoche wurde in der Bauanlaufberatung bekannt, dass mit der Rodung der Baumstümpfe demnächst begonnen werden soll“, heißt es vom Straßenbauamt Neustrelitz, welches für diese Maßnahme verantwortlich ist. „Nun kommt es darauf an, wie sich die Witterung über die Wintermonate verhält und wie gut die ausführende Firma vorankommt“, heißt es. Im September 2019 soll der rund sieben Kilometer straßenbegleitende Radweg fertig sein.

Vor einen Jahr suchten mehrere Experten eines Kampfmittelräumdienst über mehrere Wochen die Strecke nach Resten aus dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) ab. Dabei fanden sie unter anderem mehrere Granten und zahlreiche Munitionsreste. Den Überlieferungen zufolge wurden dort nach dem Weltkrieg die restlichen Bomben und Granaten in den Wäldern gesprengt.

Besserung ist auch auf dem Radweg auf dem Deich zwischen Zempin und Koserow in Sicht. Vor dem 20. März 2019 rührt sich auf der Baustelle allerdings nichts. „Die Arbeiten beginnen im Frühjahr und sollen Ende Juni abgeschlossen sein“, so Projektleiter Udo Schönherr vom Landkreis Vorpommern-Greifswald. In diesem Fall ist der Landkreis für die Baumaßnahme verantwortlich. Die Pflastersteine sollen aufgenommen und durch eine Asphaltschicht ausgetauscht werden. „Im Januar beginnen die Ausschreibungen“, erklärt er. Die Breite des Radweges bleibt bestehen. Die Strecke zwischen Zempin und Koserow gehört im Sommer zu den am höchsten frequentiertesten Strecken der Insel.

Eine weitere Baustelle betrifft den Oberförsterweg in Zempin. Straßenschäden an mehreren Stellen hatten eine Sperrung notwendig gemacht. Diese wird laut Henrik Friedrich von der Straßenmeisterei Zempin am 3. Dezember mit Vollendung der Baumaßnahmen wieder aufgehoben. Bis dahin appelliert der Radwegemeister an die Radler: „Es ist wirklich wichtig, dass sowohl Radfahrer als auch Fußgänger sich an das Verbot halten. Nicht nur, weil die Bauarbeiten durch das unkontrollierte Befahren erschwert und beschädigt werden, sondern auch, weil es für Passanten sehr gefährlich sein kann“, meint Friedrich mit Blick auf die Bagger und andere Baufahrzeuge auf dem 450 Meter langen Bauabschnitt.

Das Besondere an der Modernisierung: Die Straßenmeisterei arbeitet zusammen mit dem Forstamt in Neu Pudagla und muss sich deshalb nach dessen Vorgaben richten. Konkret betrifft das die Baumethode und die Beschaffenheit des verwendeten Materials. „Die Forderung war, dass wir die Flächen des Waldbodens nicht mehr versiegeln, wie es bei vielen Waldwegen üblich wäre“, so Friedrich. Die sogenannte „wassergebundene Decke mit Unterbau“ besteht aus drei Schichten, die zu einem beständigen Radweg aufgeschichtet werden. „Der Aufwand ist zwar größer als bei einer versiegelten Fläche, aber auf lange Sicht garantiert dieses Verfahren bessere Befahrbarkeit und eine lange Lebensfähigkeit“, erklärt Friedrich. Die Kosten für den Bau belaufen sich auf 110 000 Euro, die vollständig vom Landkreis gezahlt werden.

Hannes Ewert und Flemming Goldbecher

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