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Usedom Rangelei im Club 90
Vorpommern Usedom Rangelei im Club 90
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00:00 29.08.2013
Anklam

750 Euro Strafe muss ein 40-jähriger Bansiner wegen vorsätzlicher Körperverletzung zahlen und zugleich die Kosten des Gerichtsverfahrens tragen, das jetzt vor dem Amtsgericht Anklam nach relativ aufwändiger Zeugenvernehmung beendet wurde. Zuvor noch hatte Richter Bischoff den Prozessbeteiligten vorgeschlagen, die Verhandlung unter der Bedingung abzukürzen, dass der Angeklagte vorab ein glaubhaftes Geständnis ablegt. Dafür stellte er eine mildere Geldstrafe in Aussicht. „Ich habe mich mit dem Fall eingehend beschäftigt und denke, dass ich das vorschlagen kann“, sagte er. Der Angeklagte hatte indes den Vorschlag abgelehnt und bestand auf eine Beweisaufnahme. In gewisser Hinsicht lohnte sich dies für ihn. Von vier Anklagepunkten wurden im Laufe des Verfahrens drei Anklagepunkte eingestellt.

Am 4. März vergangenen Jahres hatte es zwischen dem Beklagten und der 21-jährigen Tochter seiner Lebensgefährtin im „Club 90“ in Zirchow während einer öffentlichen Veranstaltung eine Auseinandersetzung gegeben, in deren Folge die junge Frau mehrere Hämatome an Arm und Körper davontrug. Anlass sollen unwahre Behauptungen von ihr zu Dritten gewesen sein. Als der Bansiner sie zur Rede stellte und sie dabei festhielt und nach ihren Aussagen angeblich auch würgte, schrie sie um Hilfe.

Das war für ihren 23 Jahre alten Begleiter, der zu diesem Zeitpunkt gerade von der Toilette kam, Anlass, sich einzumischen. Doch der Bansiner, sichtlich stärker, schleuderte ihn kurzerhand zu Boden.

Anschließend soll es noch im Eingangsbereich des Lokals zu weiteren Rangeleien gekommen sein. Für das angebliche Würgen gab es hinterher jedoch keine sichtbaren Spuren.

„Hämatome im Halsbereich waren nicht zu finden“, hieß es. Verteidiger Holmer hatte zum Schluss eine Körperverletzung, nicht das Würgen, eingeräumt. „Sie blieb als einziger Vorwurf“, meinte er. „Eine Geldstrafe halte ich für ausreichend.“

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Till Treu

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