Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Reha-Klinik-Anbau in Kölpinsee fröhlich eingeweiht
Vorpommern Usedom Reha-Klinik-Anbau in Kölpinsee fröhlich eingeweiht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 12.04.2018
Bandschnitt für das offizielle Einweihungsfoto: Der An- und Erweiterungsbau gibt der Klinik ein völlig neues, frisches Gesicht. FOTOS (7): STEFFEN ADLER
Kölpinsee

Für Alexandra Rieger aus Nordhausen und ihre Tochter Lucie (5) hat die Mutter-Kind-Kur auf Usedom erfolgversprechend begonnen. Für sie korrespondiert das unter anderem ein Stück weit mit dem Neu- und Erweiterungsbau, der neben 14 Appartements auch eine moderne Rezeption, ein kleines Café sowie Multifunktionsräume beherbergt. „Ich kann nur sagen: Das ist absolut gelungen. Hier fühlt man sich wohl, weil sich Fachleute kluge Gedanken gemacht und hervorragend in die Tat umgesetzt haben“, ist sie des Lobes voll. Besonders gefalle Lucie die zuziehbare Schlafkabine mit dem Bullauge, was ihre Mama – wie viele weitere Details und Gestaltungselemente im neuen Anbau – sofort mit Meer und Strand verbindet.

14 neue Appartements für drei Millionen Euro in knapp einem Jahr fertiggestellt

Gestern gab es die offizielle Einweihung für das ehrgeizige Drei-Millionen-Vorhaben, das unter der energischen Führung von Klinikleiterin Birgit Kruckenberg in Rekordzeit von weniger als einem Jahr verwirklicht wurde. Dass dies parallel zum normalen Klinikbetrieb in unmittelbar angrenzenden Räumen erfolgte, ohne dass es zu gravierenden Schwierigkeiten gekommen ist, dürfte auch dem engagierten Klinikteam um Chefarzt Dr. Stefan Jarzombek (mit-) zu verdanken sein. Plexiglas-Gucklöcher im Bauzaun, eine regelmäßig an die Hausbewohner versandte Baupost und viele andere kleine Gesten der Aufmerksamkeit und Empathie machten das Vorhaben für alle Beteiligten zum Erlebnis.

Nun konnten Birgit Kruckenberg sowie die Vorstände der Johannesbad-Gruppe in Bad Füssing, Dr. York Dhein und Werner Weißenberger, gemeinsam mit Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU), Landrätin Barbara Syrbe (Die Linke) sowie zahlreichen Vertretern der beteiligten Handwerksbetriebe, des Territoriums und befreundeter Einrichtungen sowie Nachbarn das Erreichte voller Stolz begutachten. Große Anerkennung ernteteten dabei der Koserower Architekt und Planer Achim Dreischmeier, die Firma Prehn als Generalauftragnehmer sowie all jene Klinikmitarbeiter, die in irgendeiner Form vom Neubauvorhaben tangiert waren und sich eingebracht haben, den Klinikalltag dennoch weitestgehend störungsfrei zu garantieren.

Ab sofort bietet die Fachklinik nunmehr 56 statt bislang 42 Appartements, wobei die neuen Räume besonders stark nachgefragt sind. „Bis Oktober sind wir bereits ausgebucht“, berichtet die Klinikchefin. Gut angenommen werden von Anfang an auch das völlig neu gestaltete Außengelände mit Ruheorten und Spielgeräten sowie die multifunktional eingerichteten Gemeinschaftsräume zum Spielen, Plaudern und Erfahrungsaustausch.

Während die Vorständler weitere Planungen und Expansionsabsichten andeuteten, forderten sie auch Minister Glawe auf, die Ausbildungskooperation mit der Uni Greifswald zum Laufen zu bringen. Gutes Fachpersonal sei knapp, ebenso Wohnraum. Daher sei es ein Gebot der Stunde, auch das polnische Reservoire an Arbeitskräften auszuloten. An den Standorten im Saarland und in Altenberg gelinge dies Richtung Frankreich und Tschechien bereits hervorragend. Auf die Bedeutung sicherer und gut bezahlter Arbeitsplätze auf Usedom hatte Landrätin Syrbe aufmerksam gemacht. Sie seien für den Landkreis und die Insel ebenso wichtig wie zufriedene Patienten, die möglichst als Urlauber wiederkommen.

Im Mutter-Kind-Klinikbereich werden funktionelle Störungen und psychovegetative Erschöpfung, Erkrankungen der Atemwege, Haut- sowie Stoffwechselerkrankungen und Rückenschmerzen behandelt. Dabei setzt Chefarzt Jarzombek auf integrative Medizin, verbindet Schulmedizin mit Naturheilverfahren sowie anthroposophischer, chinesischer und indischer Medizin.

Steffen Adler

Mehr zum Thema

In Stettin entsteht erste Einrichtung dieser Art im Norden Polens / Kosten liegen fast 100000 Euro

09.04.2018

Leon Pascal (2) war trotz blutender Wunden stundenlang unterwegs, bis er behandelt werden konnte.

10.04.2018

Der Biss in die schärfste Chili-Schote der Welt hat einem jungen Mann heftigste Kopfschmerzen eingebracht.

10.04.2018

Unternehmen aus Wolgast beschäftigt knapp 100 Mitarbeiter

12.04.2018

Umrüstung soll innerhalb von 14 Tagen abgeschlossen sein / Gemeinde lässt Freester Strand-Projekt überarbeiten

12.04.2018

Um Handysünder und Gurtmuffel aus dem Verkehr zu ziehen, spielt die Polizei häufig „Petze“

12.04.2018