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Reha-Kliniken als Ersatz für Kinderstation?

Heringsdorf Reha-Kliniken als Ersatz für Kinderstation?

Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) sieht nach Schließung in Wolgast Bedarf bei Akutversorgung auf Usedom

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Zuspiel von Ministerin Birgit Hesse (r.): Medigreif-Chef Dietmar Enderlein (l.) fängt vor den Augen seiner Chefärzte Ralf Schiel und Kerstin Ziesemer zwar den ihm zugeworfenen Ball; beim Thema Akutversorgung für Kinder aber griff er noch nicht zu.

Quelle: Siegfried Denzel

Heringsdorf. Die Landesregierung prüft offenbar, nach der Schließung der Kinderstation am Kreiskrankenhaus Wolgast zumindest einen Teil der Akutversorgung an Mutter-Kind-Kliniken auf Usedom zu übertragen. „Es ist klar, dass wir auf der Insel entsprechende Angebote machen müssen“, sagte Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) am Sonnabend. Die Politikerin hatte am Nachmittag das auf Mutter- Kind-Kuren spezialisierte „Haus Gothensee“ des zur Greifswalder Medigreif-Gruppe gehörenden Inselklinikums Heringsdorf besucht, ehe sie sich am Abend im Maritim Hotel vor dem OZ-Ball Demonstranten stellte, die erneut gegen das Aus der Pädiatrie und der gynäkologisch-geburtshilflichen Station am Krankenhaus in Wolgast protestierten.

Doch ungeachtet aller Demonstrationen bleibe es bei den Stationsschließungen, machte Hesse klar. Sie sprach erneut von einer „notwendigen Konzentration“ der medizinischen Akutversorgung. Wie berichtet, wurde parallel zu den Veränderungen am Kreiskrankenhaus die bereits geschlossene Kinderstation am Ameos-Diakonie-Klinikum in Anklam wiedereröffnet — so dass werdende Mütter von der Insel Usedom nur noch die Wahl haben, entweder dort oder in der Uni-Klinik Greifswald zu entbinden. Gleiches gilt, wenn Kinder stationär behandelt werden müssen — was in den vergangenen Wochen angesichts der weiten Anfahrtswege zu einigen kritischen Situationen bei Notfällen geführt hatte.

Deshalb kann sich Ministerin Hesse vorstellen, auf die Usedomer Reha-Einrichtungen zurückzugreifen: „Wir sind in guten Gesprächen, unter anderem mit der Kassenärztlichen Vereinigung“, sagte sie.

Allerdings gibt es wohl noch einigen Diskussionsbedarf, beispielsweise mit der Medigreif-Gruppe: Vorstandschef Dietmar Enderlein nannte den Einstieg in die Akutversorgung für Kinder „schwierig“, weil „wir Strukturen verändern müssten“. Andererseits schloss er eine Erweiterung des Leistungsspektrums nicht aus — „entscheiden muss die Ministerin“.

Jene war auf Einladung Enderleins ins „Haus Gothensee“ gekommen, wo sie sich nach einem Rundgang beeindruckt zeigte von den Therapieangeboten für Kinder und ihre Mütter. „Das nächste Mal komme ich als Patientin“, meinte sie schmunzelnd. Die 41-jährige Politikerin ist Mutter einer Tochter. Ihr sei es wichtig, nach den Akutkrankenhäusern auch die Reha-Kliniken M-Vs zu besuchen. Nach ihren Worten gibt es landesweit 61 Einrichtungen; acht davon befinden sich auf Usedom — dabei reicht das Angebot von Mutter-Kind-Kuren bis hin zur Rehabilitation für Herz- oder Krebspatienten.

Am Abend unterhielt sich Hesse mit Teilnehmern der Kundgebung. Sie machte klar, dass die Entscheidung, die Stationen zu schließen, ihr nicht leicht gefallen ist. „Es war der Entschluss des Ministeriums“, betonte sie. Die Mitglieder der Bürgerinitiative gegen die Schließung wollen sich ein weiteres Mal mit ihr treffen. Ein Argument der BI ist, dass sich Hesse von falschen Zahlen hätte leiten lassen. „Seit dort Herr Acker Geschäftsführer ist, gab es nie Zahlen. Auf einmal hieß es, dass es dem Kreiskrankenhaus schlecht geht“, sagt BI-Mitglied Björn Kiesow.

 



Siegfried Denzel und Hannes Ewert

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Heringsdorf
Sozialministerin Birgit Hesse (SPD/r.) besuchte am Sonnabend das auf Mutter-Kind-Kuren spezialisierte „Haus Gothensee“ der Medigreif-Gruppe in Heringsdorf. Dabei ging es um das Thema „Akutversorgung für Kinder“.

Das Land prüft offenbar, nach der Schließung der Kinderstation am Wolgaster Klinikum einen Teil der Akutversorgung an Mutter-Kind-Kliniken auf Usedom zu übertragen. Das sagte Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) am Sonnabend beim Besuch auf der Insel.

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