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Retter in der Not, die ohne Stromnetz auskommen

Vorpommern-Greifswald Retter in der Not, die ohne Stromnetz auskommen

Funkamateure unterstützen Behörden bei Großschadenslagen und Katastrophen

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Roland Lange gehört seit 1982 zu den Amateurfunkern. In Ludwigsburg nahm er an einem 24-Stunden-Wettbewerb teil. Fotos (2): Cornelia Meerkatz

Vorpommern-Greifswald. „Blackout im ganzen Land, kein Strom und das schon seit Stunden – ein Ende ist nicht absehbar“, so skizziert Thorsten Empacher die Lage, von der engagierte Funkamateure im Landkreis Vorpommern-Greifswald ausgehen müssen, wenn sie eine Notfunkstrecke aufbauen. Was also tun, wenn Datenleitungen und Mobilfunknetze zusammengebrochen sind?

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Funkamateure unterstützen Behörden bei Großschadenslagen und Katastrophen

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Mit ihrer Technik können Funkamateure Notrufe und andere lebenswichtige Informationen übermitteln.“Thorsten Empacher, Kreisfunkwart

Bestimmt von diesem Szenario fand am Sonnabend und Sonntag in Ludwigsburg eine zweitägige Ausbildung von Spezialisten des Katastrophenschutzes statt. „Eine solche gemeinsame Übung von Katastrophenschutzhelfern und Funkamateuren des Greifswalder Ortsverbandes gibt es zum ersten Mal“, erläutert Empacher. Er ist seit vielen Jahren leidenschaftlicher Funkamateur und auch beruflich aufs Engste mit der drahtlosen Kommunikation verbunden. Als Kreisfunkwart zeichnet er für die komplette Funkausstattung von Feuerwehren und Katastrophenschutzkräften im Landkreis verantwortlich.

Den Katastrophenschutzhelfern wurden nicht nur die technischen Möglichkeiten aufgezeigt, sondern mit ihnen auch die Nachrichtenübermittlung mittels Sprech- und Tastfunk trainiert. „Das war für uns etwas völlig Neues“, versichern Ronny Krüger und René Fulczynski. Gemeinsam stellten die insgesamt 17 Teilnehmer während der beiden Tage unter Beweis, dass sie eine funktionierende Funkstrecke über weite Teile der Region auch ohne Elektrizitätsversorgung aus dem Netz sicherstellen können. Denn wenn über längere Zeit der Strom ausfällt, funktioniert in den betroffenen Gebieten fast nichts mehr.

Irgendwann sind alle Batterien leer, das Telefon zu Hause geht nicht, Radio und Fernseher bleiben stumm. „So waren beim Amoklauf in München nach kürzester Zeit alle Handynetze wegen Überlastung gestört. Im März fiel fast deutschlandweit das Netz von Vodafone wegen eines Datenbankfehlers so gar über mehrere Stunden aus“, erklärt Thorsten Empacher.

Seit drei Jahren gibt es im Landkreis Vorpommern-Greifswald eine Gruppe von aktiven Funkamateuren, die sich auch ganz speziell dieser Aufgabe stellen. „Funkamateure sind in der Lage, auch dann noch Verbindungen herzustellen, wenn Telefon, Handynetze, Internet und sogar das Stromnetz ausgefallen sind. Mit ihrer Technik können sie in Not- und Katastrophenfällen Notrufe und andere lebenswichtige Informationen zwischen Einsatzleitungen und Hilfskräften übermitteln“, sagt Empacher.

Die Übung am Wochenende wurde auch genutzt, um an einem 24- stündigen Funkwettbewerb teilzunehmen. Es sollten möglichst viele Stationen in ganz Europa, die ebenfalls unter „feldmäßigen“ Bedingungen unabhängig vom Stromnetz arbeiteten, Kontakte herstellen. „Wir haben 308 Stationen in 67 Ländern erreicht, darunter in England, Russland, Skandinavien, Belgien, Südeuropa und sogar Kuwait“, schildert Roland Lange.

Aktuelle Informationen rund um den Amateurfunk in und um Greifswald gibt es im Internet auf der Homepage: www.darc.de/v11

Cornelia Meerkatz

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