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Usedom Richtfest für neues Tierhaus
Vorpommern Usedom Richtfest für neues Tierhaus
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00:00 23.02.2017

Der Neubau ist gerichtet! Möglichst bis Ostern, spätestens aber zur Sommersaison soll die neue Erdmännchenanlage im Wolgaster Tierpark fertig und von den possierlichen Tieren bezogen sein. Das hofft zumindest Tierparkleiter Mirko Dausch. Und diese Erwartung dürften viele Gäste teilen.

Mit ihm waren Handwerker, Mitarbeiter der beliebten Einrichtung sowie Sponsoren zum Richtfest der Anlage gekommen. Sie wird später bis zu 20 Erdmännchen beherbergen, die bekanntlich im Tannenkamp zu den Besucherlieblingen zählen. „Während der Errichtung des neuen Hauses sind die Erdmännchen bei den Nasenbären untergebracht, beide Arten sind jedoch separiert. Sonst würde es, glaube ich, doch Techtelmechtel zwischen ihnen geben“, erklärt Daus die Vorsichtsmaßnahme.

Bei der Errichtung des neuen Projektes für insgesamt 60 000 Euro leistet das Team um Daus eine Menge an Eigenleistungen, „ sonst kommen wir finanziell nicht hin“, gesteht er. Dabei liegt ihm sehr viel an dem Vorhaben, mit dem eine größere Außenanlage sowie ein auch für Besucher begehbares Haus einhergeht. Die können später durch Glasscheiben mit verfolgen, was die Erdmännchen im Inneren so treiben.

Um ähnliche (Flüchtlings-)Miseren wie in der Vergangenheit zu vermeiden, entsteht nun ein breiteres Ringfundament, das mit einem tieferen Untergrabeschutz verbunden wird. Inzwischen sind bereits Trockenbauer zu Gange, die die Struktur des Hausinneren nach der Fertigstellung bereits erahnen lassen. Auch Einblicke in Terrarien sollen dann möglich sein.

Daus’ Pläne für die Gestaltung des Parkes und den Besatz mit Tieren sind jedoch damit bei weitem nicht ausgereizt. Für Ende März ist vorgesehen, neuerlich einen weißen Damhirsch, der drei Jahre alt ist, nach Wolgast zu holen. Er stammt aus einer privaten Haltung aus der Nähe von Wismar und ist zu einem „guten Preis“ erhältlich.

Darüber hinaus soll während eines Tages der Zooschule im gleichen Monat das Alpaka-Gehege für Besucher zugänglich gemacht werden. Von einem Weg aus können dann die Alpakas und die seit Herbst im Tierpark ansässigen Präriehunde aus nächster Nähe beobachtet werden. Letztere sind nordamerikanische Nagetiere, die sich bei vorsichtiger Annäherung womöglich schon bald sogar per Hand füttern lassen. Sechs Exemplare leben bereits hier. Das Frühjahr wird zeigen, ob es bereits mit dem Nachwuchs geklappt hat.

„Natürlich haben wir viele weitere Neubauten und Umbauten für unsere Tiere auf dem Plan. Allerdings müssen wir stets schauen, was an eigenen Kräften, Kapazitäten und Mitteln zur Verfügung steht, dies auch umzusetzen“, erläutert Daus, der den Tierpark seit dem 1. August des vergangenen Jahres leitet. Beispielhaft nennt er die Erweiterung und den Bau eines Streichelgeheges und das Anlegen eines großen Kräuterbeetes. Zusätzliche Pavillons als Unterstand für Tiere und Besucher bei schlechtem Wetter sind ebenfalls vorgesehen. Für den Start größerer Investitionen – wie den Bau des neuen Eingangsbereiches und die Verlegung der Versorgungsleitungen – ist der Herbst im Fokus. Und: Daus möchte ein Wolf-Informationszentrum mit begehbarer Plattform einrichten. Die Planungen dafür sollen bald beginnen.

Steffen Adler und Tilo Wallrodt

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