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Riesiger Grabstein in Hohensee gestohlen

Hohensee Riesiger Grabstein in Hohensee gestohlen

Er erinnerte an den einstigen Grundbesitzer Heinrich von Borcke. Reifenspuren zeugen vom Diebstahl.

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Anwohnerin Marina Mehnert zeigt auf die Stelle, an dem der große Gedenkstein stand.

Quelle: Tilo Wallrodt

Hohensee. Riesiger Grabstein gestohlen: Aus dem Schlosspark in Hohensee ist in der Nacht zu Mittwoch ein zwei Meter hoher Stein entwendet worden. Er erinnerte an den ehemaligen Gutsbesitzer Heinrich von Borcke († 1930). Die Polizei ermittelt nun.

Die Anwohner Marina Mehnert und ihr Mann Hans-Jürgen bemerkten den Diebstahl am Mittwochvormittag. „Am Dienstag war er noch da“, sagt sie. Sie wisse es genau, weil sie dort täglich mit ihrem Hund spazieren gehe. „Im Ort sind alle sehr erschrocken. Ich habe Besitzer und Bürgermeisterin angerufen, niemand wusste etwas“, sagt Marina Mehnert. „Es hätte ja sein können, dass er restauriert werden soll.“ Auch Nachbarn hätten nichts bemerkt. Die Spuren am Tatort sind markant: Dicke Reifen haben Furchen hinterlassen. Sie führen in Richtung Wolgast. „Es sieht nach einem Radlader aus. Auf jeden Fall wurde große Technik aufgefahren.“ Verstehen kann sie den Vorfall nicht. „Wer macht denn sowas, aus dieser ruhigen Gegend einfach einen Stein wegzuholen?“ Es sei die einzige Grabstelle im Park, die tief im Wald liege. „Da ist ein großer Spruch eingraviert, den konnte man noch lesen“, beschreibt sie den Stein. Die geplünderte Gruft zierten früher auch Ziegelsteine und Eisenträger.

1865 kaufte der Rittergutsbesitzer Carl von Borcke das Gut, der es seinem Sohn Heinrich vermachte. Dessen Grab liegt verwaist im westlichen Teil des Schlossparks. Nur der Stein erinnerte noch an den Gutsherrn. Das nach einem Großbrand 1926 wieder aufgebaute Herrenhaus wurde nach dem Einmarsch der Roten Armee 1945, vermutlich durch Brandstiftung, endgültig zerstört.

 

 

Irene Burow

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