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Usedom Rückkehr aus Indien mit neuen Ideen
Vorpommern Usedom Rückkehr aus Indien mit neuen Ideen
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00:00 15.04.2016
Der Wolgaster Klaus Kretschmer (rechts im Bild) richtete auf dem Areal der Organisation ACM in Rangamatia einen Klima-Garten mit Teich und Terra-Preta-Hochbeeten ein. Quelle: Fotos: Privat

„Fast acht Jahre nonstop im Ausland liegen hinter mir“, sagt Kati Sonnenburg (36). „Jetzt möchte ich erst einmal zwei, drei Jahre in Deutschland bleiben, um hier wieder Fuß zu fassen.“ Die Sozialpädagogin, die in Pritzier bei Wolgast wohnt, ist in der Region bekannt. Einerseits berichtete die OZ mehrfach über ihre ehrenamtlichen sozialen Aktivitäten in Indien; andererseits unterstützten viele Leser die Projektarbeit auch finanziell im Rahmen einer OZ-Weihnachtsaktion.

Das Geld war gut angelegt. Nachdem Kati Sonnenburg unter dem Dach der Organisation „Antyodaya Chetana Mandal“ (ACM) in Rangamatia im indischen Bundesstaat Orissa die Grundschule „Gandhi Gurukul“ für etwa 70 Kinder aus der lokalen Stammesbevölkerung gegründet hatte, die heute eigenständig arbeitet, wandte sie sich 2014 einem Blinden-Projekt von ACM zu. Sie organisierte Camps, in denen blinde und sehbehinderte Kinder Dinge des Alltags lernten, schulte Lehrer im Umgang mit den gehandikapten Jungen und Mädchen, besorgte Schulmaterial und organisierte Augen-OP‘s.

„Auch diese Projektarbeit wird fortgeführt, wobei jetzt Sponsoren aus dem Inland mit regelmäßigen Spenden für die Finanzierung sorgen“, freut sich die junge Frau aus Vorpommern, die auch bei der Organisation der Friedenskonferenz vom 1. bis 3. November 2015 in Neu-Delhi intensiv mitwirkte. Zu erwähnen ist zudem das Projekt „Klima-Garten“, das der Wolgaster Klaus Kretschmer auf dem ACM-Gelände in Rangamatia umsetzte. „Hier wurden unter anderem Hochbeete mit Terra-Preta-Erde angelegt, um zu zeigen, wie sich auf diese spezielle Weise Nutz- und Heilpflanzen kultivieren und vermehren lassen“, schildert Kati Sonnenburg. Ein Gärtner kümmere sich nunmehr um die Anlage, auf der alles gut gedeihe.

Gern würde Kati Sonnenburg jetzt nach ihrer Rückkehr im sozialen Bereich mit Ausländern oder Flüchtlingen arbeiten. Parallel dazu sollen über den Verein Social Bridges International, deren Vorsitzende sie ist, weitere Projekte in Indien angeschoben oder unterstützt werden. „In Assam im Nordosten Indiens befasst sich die Organisation Asha Darshan mit dem traditionellen Weben und Einfärben einheimischer Stoffe, mit Verfahren zur Konservierung von Obst und Gemüse und mit dem Aufbau von Grundschulen in den Dörfern. Ohne diese würden die Kinder in diesem abgelegenen Gebiet gar keine Bildung erhalten“, erzählt die Sozialpädagogin, die in diesem Jahr mehrere Wochen lang die Gegebenheiten vor Ort studierte und zu dem Schluss kam, dass der Verein die Initiative finanziell und mit zusätzlichen Ideen fördern könnte.

Der indische Bundesstaat Assam sei geprägt von interreligiösen Spannungen und Kriminalität. Besonders arbeitslose Jugendliche liefen Gefahr, ins Milieu abzudriften. „Mit dem Aufbau eines Jugendzentrums, in dem für junge Leute Arbeitsmöglichkeiten im Bereich Wasser und Umwelt geschaffen werden, könnte man gegensteuern“, ist sich Kati Sonnenburg sicher. Sogar eine indisch-deutsche Kooperation sei hier möglich.

Von Tom Schröter

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