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Usedom Runge-Zeile statt hässlicher Bretterwand
Vorpommern Usedom Runge-Zeile statt hässlicher Bretterwand
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00:00 11.02.2017

Es soll besser werden: Die Stadtbürger-Initiative, die den historischen Wolgaster Altstadtkern beleben und attraktiv gestalten will, wagt sich an ein erstes konkretes Vorhaben. „Wir wollen den unansehnlichen und betrüblich stimmenden Bretterzaun in der Steinstraße nach etwa 25 Jahren einer Wandlung unterziehen und in den inneren Stadtraum ein originelles Stück Lebensqualität einbringen“, verkündet „Postel“-Manager Martin Schröter, der regelmäßig zu den Wolgast-Foren einlädt.

Mehrfach saßen Wolgaster Privatleute, Unternehmer, Gewerbetreibende und Vertreter der Verwaltung zusammen, um sich zum Beispiel über Fragen des Stadtmarketings und des Quartiermanagements auszutauschen. An guten Ideen fehlt es nicht. Die „Zaunwandlung“ soll nun vor der nächsten Urlaubssaison als ein erstes sichtbares Gemeinschaftsprojekt vollzogen werden. „Die lange Bretterwand wird geteilt. In drei verschieden großen Nischen werden Bänke sowie eine kleine Konzertmuschel für Straßenkünstler untergebracht“, erläutert Schröter die Entwurfsgestaltung.

Integrierte Bücherboxen dienen dem kostenlosen Austausch gebrauchter Lektüre und wer in Löcher und Schlitze guckt, gewinnt Einblicke in die spannende Stadtgeschichte und erhält Hinweise auf unbedingt Sehenswertes. Im Mittelpunkt des Gestaltungskonzepts sollen der bekannte Wolgaster Maler und Romantik-Begründer Philipp Otto Runge und sein vielseitiges Schaffen stehen. In diesem Jahr jährt sich Runges Geburtstag zum 240. Mal. Mittels Flüster- trichter sollen Altstadtbesucher Runges Märchen vom „Fischer un syner Fru“ lauschen können. „Damit ließe sich ein thematischer Suchpfad zu vielen Punkten quer durch die Stadt eröffnen und inspirierte Gäste bis zum Rungehaus in der Kronwiekstraße begleiten“, so der „Postel“-Chef.

Bis zu 15000 Euro soll die Umsetzung der Pläne kosten, wobei professionelle Hilfe empfohlen wurde. Etwa 2000 Euro sollen durch ehrenamtlich erbrachte Eigenleistungen von Bürgern abgedeckt werden.

Ein Anfang ist bereits gemacht: Der Handels- und Gewerbeverein der Stadt Wolgast hat aus seinen beim Erdbeerfest und Weihnachtsmarkt erzielten Einnahmen 2000 Euro gespendet. Auch die ersten Privatleute haben in ihr Portemonnaie gegriffen. „Durch den Vergnügungsfonds“, so wurde mitgeteilt. „können die erzielten Spendeneinnahmen von Seiten der Stadt verdoppelt werden, so dass für das Projekt mit dem Betrag von 4260 Euro schon jetzt knapp ein Drittel der Kosten zur Verfügung stehen.“

Die Initiatoren werben nun bei den Wolgastern und Liebhabern der Stadt um ein aktives Mitwirken durch eine finanzielle Beteiligung. „Wir bitten gleichermaßen Privatleute, wie Unternehmer, Filialleiter und Geschäftsführer um eine Geldzuwendung“, so Schröter. Möglich ist dies ab sofort auf das Konto des Wolgaster Fördervereins für Kultur, Kunst und Bildung, Nr. DE 96130610080001002600 unter dem Kennwort „Rungezeile“. Spendenbescheinigungen können auf Wunsch ausgestellt werden.

Info: ☎ 03836/2374383 oder 03836/232844

Tom Schröter

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