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SPD-Chef kritisiert Politik in MV

Wolfenbüttel/Wolgast SPD-Chef kritisiert Politik in MV

Gabriel führt hiesigen Strukturabbau als Negativbeispiel an

Wolfenbüttel/Wolgast. Eigentlich war der Abend der großen Politik gewidmet: Der letzte öffentliche Auftritt von Sigmar Gabriel als SPD-Bundesvorsitzender war die Delegiertenversammlung der SPD-Unterbezirke Salzgitter, Wolfenbüttel und Goslar am Mittwochabend in Wolfenbüttel. Der designierte Nachfolger und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hielt eine Laudatio auf „einen Freund und großen SPD-Vorsitzenden“. Der Gelobte erfüllte zunächst alle Erwartungen als Bundespolitiker und Neu-Außenminister: Trump und Erdogan waren seine Themen. Aber dann kam er auch auf den Rechtspopulismus in Deutschland zu sprechen.

 

OZ-Bild

Sigmar Gabriel während seines Auftritts am Mittwochabend in Wolfenbüttel.

Quelle: Foto: Actionpress

Nach seinem jüngsten Usedom-Urlaub sei er aufgefordert worden, angesichts des Wahlergebnisses von örtlich 40 Prozent und mehr für AfD und NPD dort nicht mehr hinzufahren, erzählte Gabriel den Delegierten. Doch er vermied Usedom-Bashing, sondern wies der Landespolitik die Verantwortung für den hohen Rechts-Anteil zu. Ohne Wolgast beim Namen zu nennen, schilderte Gabriel chronologisch den Verlust an Infrastruktur, der die Menschen nach „Alternativen“ zu den Schweriner Regierungsparteien SPD und CDU suchen lasse: „Da war irgendwann das Finanzamt weg, weil die vorgegebenen Einwohnerzahlen unterschritten wurden. Dann gab's auch kein Amtsgericht mehr. Und dann sollte auch das Krankenhaus dicht machen.“

Gabriel nannte dies einen „Verlust von Heimat“ – wobei er der Schweriner SPD/CDU-Koalition attestiert, angesichts fortwährender Proteste und des für sie schlechten Wahlergebnisses endlich die Zeichen erkannt zu haben. Nun gebe es den Willen, das Kreiskrankenhaus doch zu erhalten, berichtete der Vizekanzler. „Politik braucht Heimat“ – ansonsten dürften sich demokratische Parteien nicht über Erfolge von Populisten wundern.

Siegfried Denzel

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