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Usedom Saarländer auf Usedom: Wir sind völlig theaterverrückt!
Vorpommern Usedom Saarländer auf Usedom: Wir sind völlig theaterverrückt!
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03:52 27.08.2013
Lieblingsplatz im Urlaub: Andreas Zenke-Kieffer und Tochter Klara vorm Chapeau Rouge. Quelle: Martina Krüger
Heringsdorf

Erster Tisch links im Heringsdorfer Theaterzelt Chapeau Rouge — das ist der Stammplatz von Familie Kieffer. Andreas Zenke-Kieffer und seine Frau Iris kommen aus Neunkirchen im Saarland und sind das 13. Mal auf der Insel im Urlaub. Früher reisten sie mit ihrem Sohn an, jetzt mit der 13-jährigen Tochter Klara, die in diesem Jahr stets den Marburger Märchenfrosch dabei hat. Doch davon später.

Die Familie richtet ihren Urlaub stets nach der Spielzeit des Chapeau Rouge. Daheim im Süden sind Kieffers begeisterte Opern- und Ballett-Gänger — Mannheim, Baden-Baden, Saarbrücken. Hier im Norden steht das Theaterzelt auf ihrem Spielplan plus „Vineta“ und auf der Hafenbühne „Nochmal ein Ding dreh‘n“ . Die Gaunerkomödie hat es ihnen in diesem Jahr besonders angetan. „Das war der Kracher“, ist die einstimmige Familienmeinung.

1993 kamen sie das erste Mal auf die Insel. „Da gab es noch musikalische Frühschoppen vor dem Zelt“, erinnert sich Andreas Zenk-Kieffer. Die Atmosphäre des Theaterzelts hatte es ihm gleich angetan, die Stücke und die Schauspieler beeindruckten ihn. Später pausierte einige Jahre der Usedom-Urlaub, nun haben sie seit vielen Jahren wieder ihr Quartier in Ückeritz bezogen.

Sie suchen ihre Stücke nach den Schauspielern aus: Erwin Bröderbauer ist für sie der herausragende Schauspieler im Ensemble, auch Heiko Gülland steht ganz vorn. Für Klara ist es Susann Schulze, die den blauen Saphir bei „Vineta“ spielte. Außerdem mag sie die „Schildkröte“ aus „Keine Leute, keine Leute“, alias Christopher Purbst. Andreas Zenk-Kieffer ist auch fit, was die Eleven der Theaterakademie betrifft. „Wir sehen, wie sie in jedem Jahr besser werden.“

Die Stammgäste wären gern öfter ins Theater gegangen, aber der Spielplan war im Gegensatz zu den vergangenen Jahren nicht so abwechslungsreich. Für die Gemeinde Zinnowitz fällt die Kritik herber aus:

sechs Euro für einen Parkplatz, um die Vineta-Festspiele zu erleben, das sei doch übertrieben, formuliert es Andreas Zenk-Kieffer höflich. In Baden-Baden gibt es Theatertarife, da zahlt man nur vier Euro und auch das sei schon viel.

Trotzdem haben sie sich die gute Laune nicht vermiesen lassen. Insbesondere Klara, denn sie hatte auch eine Mission: Fotos mit dem Marburger Märchenfrosch. Die Brüder Grimm studierten in Marburg, und die Stadt hat einen Fotowettbewerb initiiert. Und so zog sie los: Frosch-Fotos mit Luzifer und der Vineta-Bühne, natürlich mit Erwin Bröderbauer, an der Hafenbühne und mit deren Protagonisten, in Peenemünde und am Mümmelkensee. Sogar Veronika Fischer ließ sich mit dem grünen Gesellen ablichten.

Früher gab es nur musikalische Frühschoppen.“Andreas Zenke-Kieffer, Theaterfan

Martina Krüger

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