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Schiffskatastrophen der Ostsee: Schicksale und Lyrik

Bansin Schiffskatastrophen der Ostsee: Schicksale und Lyrik

Ortschronist Hans-Ulrich Bauer plaudert mit interessierten Besuchern über „Sturmfluten und Seenotrettung“

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Hans-Ulrich Bauer während seines Vortrages.

Quelle: Foto: Gn

Bansin. Hans-Ulrich Bauers Bildvortrag passte so richtig zum Wetter. Im Hans-Werner-Richter-Haus sprach der Ortschronist über Sturmfluten. Im Publikum befanden sich Urlauber und Einheimische, die in vielerlei Hinsicht mit Seefahrt und Seenotrettung verbunden waren. So entwickelte sich ein interessanter Dialog. Der Herausgeber und Autor des Igel Verlages startete seinen Vortrag mit der Entstehungsgeschichte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) 1861 durch Georg Breusing in Emden. Er zeigte Bilder mit im Sturm sinkenden Segelschiffen.

Um 1900 gab es weltweit 116 Rettungsstationen, die sich ausschließlich durch Spenden finanzierten. Am Anfang rückten die Besatzungen noch mit Pferd und Wagen aus, was Bauer mit Bildern belegte.

Die Rettungsboote, die seinerzeit noch mit mehreren Luftkissen gesichert wurden, konnten nicht kentern. Mit so genannten Hosenbojen wurden die Schiffe an Land gezogen.

Der Autor zeigte Bilder von den vielen Stürmen und Schiffskatastrophen in der Ostsee. Er erinnerte auch an die Sturmfluten 1872/74 in Damerow, 1913 in Swinemünde und bei Kölpinsee, wo selbst die Eisenbahnstrecke unterbrochen wurde, sowie die große Sturmflut 1953.

Die Besucher, die teils selbst zur See gefahren waren oder aktive Segler sind, ergänzten den Vortrag mit eigenen Erlebnissen auf Schiffen, mit SOS-Notrufen oder anderen Fakten rund um die Seefahrt.

Die Gedichte, wie „ Der Sohn rettet den Vater am Heiligen Abend“ oder „Gerettet in letzter Sekunde“ gefielen besonders Sybille Gehm aus Ahlbeck. Das Material zu diesem Vortrag hatte Bauer von den Mitgliedern der DGzRS-Station in Zinnowitz erhalten, deren Engagement er würdigte. „Großer Dank denen, die bereit sind, ihr Leben zu opfern, Schiffbrüchige aus Seenot zu retten, Menschen aus Gefahren zu befreien, Kranke und Verletzte zu versorgen“, so der Autor, der zum 120. Geburtstag des Seebades Bansin ein neues Buch herausgibt. Gert Nitzsche

OZ

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